Mo, 22. Oktober 2018

Satte Strafen

05.09.2017 14:58

Tabakmesse: Blauer Dunst führt zu Anzeigenflut

Es kam, wie es kommen musste! Bereits Ende Juni hat die "Krone" über die Behörden-Groteske berichtet, am Wochenende wurde bei der Tabakmesse "Feuer und Rauch" in Salzburg abgestraft. Gäste und Aussteller pfiffen auf das Rauchverbot und frönten dem blauen Dunst - bis die Bezirkshauptmannschaft einschritt.

Die Fachmesse für Tabakwaren und Raucherbedarf wirbelte bereits im Vorfeld viel Staub auf, jetzt gibt's ein juristisches Nachspiel. Bei der Veranstaltung wurde verbotenerweise gepofelt, mehrere Messebesucher sowie der Veranstalter wurden bei zwei Kontrollbesuchen erst abgemahnt und dann gestraft.

Behörde griff wie angekündigt durch
Und das war absehbar! Bereits vor Monaten hatte die Behörde klargestellt, dass das Rauchen im Event-Zentrum Brandboxx nicht erlaubt sei. Der Veranstalter sah das mit Verweis auf strenge Zutrittskontrollen (ab 18 Jahren) anders. Bei einer geschlossenen Veranstaltung würde das Rauchverbot nicht zur Anwendung kommen. Für die Bezirkshauptmannschaft ein Irrglaube - sie zückte einen Strafzettel nach dem anderen.

Apropos Veranstalter: Auch hier gibt es juristischen Zoff. Der ehemalige Ausrichter der Tagung, Reed Messe, wirft dem aktuellen Veranstalter (Wirtschaftsverlag) irreführende Werbung vor.

Leidtragende waren jedenfalls die Besucher, großteils heimische Trafikanten: "Es war eine geschlossene Veranstaltung mit strengen Personenkontrollen", so der Obmann der Tabak-Trafikanten, Josef Prirschl. "Sollte das Gericht anderer Meinung sein, bedarf es einer entsprechenden Änderung des Gesetzes."

Oliver Papacek, Kronen Zeitung

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