Di, 18. Dezember 2018

Bei Cambrils-Zugriff

18.08.2017 20:37

Polizei: 17-jähriger Attentäter von Barcelona tot

Der Fahrer des Kleintransporters, der am Donnerstag auf der Flaniermeile La Rambla in Barcelona ein Blutbad angerichtet hat, ist laut spanischer Polizei tot. Er befand sich demnach unter den fünf Männern, die bei einem vereitelten Anschlag in Cambrils erschossen wurden. Es handle sich um den 17-jährigen Moussa Oukabir, berichtete die Zeitung "El Pais". Das ganze Land hatte am Freitag Jagd auf den Jugendlichen aus Marokko gemacht.

Der 17-Jährige hatte laut spanischen Medienberichten seinem älteren Bruder, dem bereits am Donnerstag verhafteten 28-jährigen Driss Oukabir, den Pass gestohlen und unter dessen Namen den Lieferwagen angemietet. Damit raste er am Donnerstag dann die beliebte Einkaufsstraße La Rambla entlang und tötete dabei mindestens 13 Menschen. Mehr als 100 weitere wurden verletzt.

Anschlag in Cambrils vereitelt
Wenige Stunden später ereignete sich der Zwischenfall in Cambrils, bei dem Polizisten einen weiteren Anschlag verhinderten. Eine flüchtende Frau wurde allerdings von den Terroristen erschossen. Danach stellten die Beamten die fünf Männer im Auto, die mit Äxten und Messern bewaffnet waren.

Video zeigt Tötung eines Terroristen in Cambrils:

Einer der Polizisten erschoss dabei alleine vier der Angreifer, die auf ihn zugelaufen kamen. Der Beamte wird nach Informationen von "La Vanguardia" nun psychologisch betreut. Der fünfte Terrorist wurde von einem weiteren Polizisten erschossen, berichtete die Zeitung weiter. Zuvor hatte der Angreifer noch einen Passanten mit einem Messer im Gesicht verletzt.

Polizei: Islamistische Terror-Zelle steckt hinter den Attacken
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei steckt eine organisierte Islamisten-Zelle hinter den Terrorattacken von Spanien, die die Terrormiliz Islamischer Staat für sich reklamierte. In Ripoll 100 Kilometer nördlich von Barcelona, in Cambrils und in Alcanar nahm die Polizei bis Freitag vier mutmaßliche Terroristen - drei Marokkaner und einen Mann aus der spanischen Nordafrika-Exklave Melilla - fest. Keiner von ihnen sei bis dahin durch terroristische Aktivitäten in Erscheinung getreten, teilten die Sicherheitskräfte mit.

Die katalanische Polizei geht davon aus, dass die Attacken in Barcelona und Cambrils nicht das Werk von Einzeltätern, sondern eines organisierten Kommandos waren. Zwischen beiden Taten und einer Explosion in Alcanar bestehe ein Zusammenhang, teilten die Sicherheitskräfte mit. Die Terroristen hätten die Attacken vermutlich seit längerer Zeit in dem 10.000-Einwohner-Ort Alcanar vorbereitet. "Alles begann in Alcanar", titelte das angesehene Blatt "El Pais". Die Polizei gehe davon aus, dass der Terrorzelle etwa zwölf Mitglieder angehörten.

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