Mi, 23. Jänner 2019

Waffen gefunden

04.07.2017 14:31

Amoklauf an Schule geplant: 15-Jähriger in U-Haft

Erschreckender Verdacht an einer oberösterreichischen Schule: Ein 15-Jähriger soll einen Amoklauf geplant haben. Laut Staatsanwaltschaft sei das Vorhaben des Jugendlichen bereits "sehr konkret" gewesen. Der Bursch befindet sich in U-Haft. Das Motiv ist noch völlig unklar.

Am vergangenen Freitag drohte der 15-Jährige gegenüber mehreren Zeugen in der Neuen Mittelschule in Ohlsdorf den Amoklauf an. Der ehemalige Schüler der NMS wurde daraufhin festgenommen. "Der junge Mann hat Personen bedroht - unter anderem Lehrer der NMS Ohlsdorf", so Staatsanwalt Christian Hubmer gegenüber der "BezirksRundschau".

Waffen in Wohnung sichergestellt
Aufgefallen war der Jugendliche der Polizei bereits vor der Ankündigung des Amoklaufs: Er geriet wegen Schmierereien mit möglichem NS-Hintergrund und Sachbeschädigung ins Visier der Beamten. Im Zuge dieser Ermittlungen wurde die Wohnung des Burschen durchsucht. Dabei konnten Hieb- und Stichwaffen sowie eine Gaspistole, die der Minderjährige noch nicht besitzen dürfte, sichergestellt werden. Kurz darauf klickten für den 15-Jährigen aufgrund der Androhung des Amoklaufs die Handschellen.

Lehrer der Schule "sehr nervös"
Laut dem Bezirksschulinspektor Robert Thalhammer seien die Lehrer der Schule nach Bekanntwerden der Drohung "sehr nervös" gewesen, was auch der Sprecher des Landesschulrats für Oberösterreich, Karl Steinparz, bestätigte: "Einige haben sich tatsächlich gefürchtet." Wie Thalhammer jedoch gegenüber der "BezirksRundschau" sagte, hab er die Ankündigung eines Amoklaufs nicht als ernste Bedrohung gesehen: "Ich halte die ganze Aktion im Grunde für eine Aufschneiderei oder eine Prahlerei. Soweit ich weiß, war der junge Mann - Gott sei Dank - gar nicht in der Lage gewesen, einen Amoklauf auszuführen."

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