Fr, 19. Oktober 2018

"Nicht möglich"

29.06.2017 13:26

Deutsche Regierung verbietet Erdogan-Auftritt

Die deutsche Bundesregierung wird einen geplanten Auftritt des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor Anhängern in Deutschland verbieten. "Wir teilen der Türkei mit, dass wir der Überzeugung sind, dass ein solcher Auftritt in Deutschland nicht möglich ist. Da gibt es verfassungsrechtliche Rechtsprechung, dass wir das auch können", sagte Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) am Donnerstag in Moskau.

"Es ist eine Abwägung der außenpolitischen Interessen Deutschlands. Und die sind hier sehr eindeutig", sagte Gabriel. Die Regierung werde in einer Verbalnote mitteilen, "dass wir eine solche Veranstaltung nicht durchführen lassen werden". Er fügte allerdings hinzu, dass die Regierung einen Auftritt Erdogans etwa in einem türkischen Generalkonsulat in Deutschland nicht untersagen könne.

Erdogan warf deutscher Regierung im April "Nazi-Methoden" vor
Erdogan hatte offiziell einen Auftritt vor Anhängern in Deutschland am Rande des G20-Gipfels beantragt. Vor dem Verfassungsreferendum in der Türkei im April hatte es heftigen Streit über einzelne untersagte Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland gegeben. Erdogan hatte der Bundesregierung daraufhin "Nazi-Methoden" vorgeworfen.

Gabriel betonte, dass Erdogan beim G20-Gipfel "mit Ehren empfangen" werde, "aber alles, was darüber hinausgeht, halten wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht für angemessen". Es gebe "rund um den G20-Gipfel gar nicht die Polizeikräfte, um die Sicherheit herzustellen", außerdem passe ein solcher Auftritt "nicht in die politische Landschaft". "Wir haben in der Bundesregierung dazu auch eine abgestimmte Meinung", so Gabriel.

Gabriel für Verbot von Wahlauftritten ausländischer Politiker
Gabriel forderte ein generelles Verbot von Wahlkampfauftritten ausländischer Politiker in Deutschland, das drei Monate vor jeder Wahl gelten soll. EU-Länder sollen davon ausgenommen werden. Das generelle Verbot von Wahlkampfauftritten drei Monate vor Wahlen hat Gabriel nach eigenen Angaben bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgeschlagen.

Der letzte Auftritt Erdogans vor Anhängern in Deutschland fand im Mai 2015 in Karlsruhe statt. Es war zugleich Erdogans erster öffentlicher Auftritt in Deutschland als Staatspräsident.

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