Drama in Bad Goisern

Witwe stürzte bei Führung durch Kraftwerk in Tod

Ein grauenhaftes Ende fand am Mittwochnachmittag eine Führung in einem Wasserkraftwerk in Bad Goisern für eine 75-jährige Pensionistin: Die betagte Frau dürfte einen Schwächeanfall erlitten haben. Sie stürzte rücklings in einen acht Meter tiefen Schacht, war sofort tot.

Die 20-köpfige Pensionistengruppe aus Bad Goisern hatte an der Besichtigungstour im neuen Kraftwerk teilgenommen. Das Unglück geschah um 15.50 Uhr während eines Vortrags im Maschinenraum. Die 75-Jährige, die am Rand eines Schachtes stand, dürfte plötzlich gesundheitliche Probleme bekommen haben. Sie stürzte rücklings in die Tiefe und schlug auf einem Metallgitter auf. Feuerwehr und Notarzt wurden sofort alarmiert. Die Einsatzkräfte waren rasch vor Ort, konnten der Pensionistin aber nicht mehr helfen. Die Witwe dürfte sich bei ihrem Sturz tödliche Kopfverletzungen zugezogen haben.

Schwierige Bergung
Die Bergung der Frau gestaltete sich äußerst schwierig. "Der Schacht ist nur einen Meter breit, wir haben zuerst den Notarzt an einem Seil hinuntergelassen und dann die Leiche nach oben gezogen und in eine Trage gelegt", sagt Christian Ruschitzka, Kommandant der Feuerwehr Ramsau. Vor allem für seine jüngeren Kameraden sei der Einsatz sehr belastend gewesen. "Wir haben uns im Anschluss alle zusammengesetzt und darüber geredet." Vizebürgermeister Helmut Pilz, der an der Führung teilgenommen hatte, betont, dass der Schacht mit einer hüfthohen Absperrkette gesichert war: "Zeugen haben die Frau stürzen gesehen, ihr aber nicht mehr helfen können."

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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