19.04.2017 07:59

Neue Asylwellen

Sobotka für sofortige Sperre der Mittelmeerroute

Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) setzt sich in der Flüchtlings- und Migrationspolitik mit Blick auf die Mittelmeerroute erneut für eine strenge Kontrolle der Zuwanderung ein. Neben der geschlossenen Balkanroute sei es nun entscheidend, auch die Mittelmeerroute abzuriegeln, sagte Sobotka der Deutschen Presse-Agentur.

"Eine Rettung auf offener See kann kein Ticket nach Europa sein, weil man damit der organisierten Schlepperei jedes Argument in die Hand gibt, weiterhin Menschen von einer Flucht aus wirtschaftlichen Gründen zu überzeugen", sagte er. Es sei aktuell noch schwer zu beurteilen, wie sich in den warmen Monaten die Zahl der Flüchtlinge entwickeln werde. Österreich stehe jedenfalls in engem Kontakt mit Italien, um auf alle Eventualitäten reagieren zu können.

"Können Grenzmanagement innerhalb von Stunden hochfahren"
"Für den Fall eines plötzlichen Zustroms wären wir gerüstet und in der Lage, das Grenzmanagement innerhalb von Stunden hochzufahren", sagte Sobotka zu den Möglichkeiten einer Grenzsperre am Brenner.

Generell gebe es keine Alternative zu einer gesamteuropäischen Lösung, bei der die EU-Außengrenze wirksam geschützt werde. "Nur so kann das tragische und sinnlose Sterben im Mittelmeer ein Ende haben", meinte der Minister.

Massive Flüchtlingswelle am Osterwochenende
Zuletzt war es am Osterwochenende zu einer massiven Flüchtlingswelle in Italien gekommen. 1267 Flüchtlinge, die in den vergangenen Tagen von dem deutschen Schiff "Panther" in Sicherheit gebracht wurden, trafen am Dienstagnachmittag im Hafen der sizilianischen Stadt Messina ein.

Im Hafen von Sardiniens Hauptstadt Cagliari traf das Schiff "Siem Pilot" mit 816 Migranten an Bord ein, die in den vergangenen Tagen vor der libyschen Küste gerettet worden waren. Weitere 477 Migranten erreichten den Hafen von Palermo.

Das Innenministerium in Rom war damit beschäftigt, Unterkünfte für die Asylsuchenden möglichst rasch aufzustocken. Schon nach den ersten Flüchtlingsankünften der vergangenen Wochen waren die Einrichtungen heillos überfüllt.

 krone.at
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