07.04.2017 19:13 |

Attacke in Schweden

"Größte Bestürzung" in Schwedens Königsfamilie

Die schwedische Königsfamilie hat schockiert auf das mögliche Attentat mit einem Kleinlaster in Stockholm reagiert. "Ich und die gesamte Königsfamilie haben mit größter Bestürzung die Informationen über das Attentat am Nachmittag in Stockholm entgegengenommen", teilte König Carl XVI. Gustaf am Freitagnachmittag mit. "Wir folgen der Entwicklung, aber vorerst gehen unsere Gedanken an die Getöteten und deren Familien", fügte er in einer Mitteilung auf der Homepage der Königsfamilie hinzu.

Ein Kleinlaster war am Freitagnachmittag im Stockholmer Zentrum in eine Menschenmenge und dann in ein Kaufhaus gerast. Die Polizei sprach von Terrorverdacht. Es gab zahlreiche Verletzte und mehrere Tote.

Löfven: "Schweden wurde attackiert"
Auch der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven hat sich bereits zu Wort gemeldet und kommentierte den Anschlag folgendermaßen:"Schweden wurde attackiert. Alles deutet auf eine fürchterliche Terrorattacke hin. Seid wachsam, und hört auf die Informationen der Polizei."

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sein tiefes Mitgefühl ausgesprochen. "In unserem Land kennen wir die Grausamkeiten des internationalen Terrorismus nicht nur vom Hörensagen. In dieser schwierigen Stunde trauern die Russen gemeinsam mit dem schwedischen Volk", hieß es in einem Schreiben Putins an den schwedischen König Carl XVI. Gustaf. Ähnlich äußerte sich auch der Londoner Bürgermeister Sadiq: "Die Londoner wissen, wie es sich anfühlt, sinnlosen und feigen Terrorismus zu ertragen."

Die deutsche Regierung hat ebenfalls ihre Solidarität mit Schweden bekundet. "Wir stehen zusammen gegen den Terror", schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag auf Twitter. "Unsere Gedanken gehen zu den Menschen in Stockholm, zu Verletzten, Angehörigen, Rettern und Polizisten." Innenminister Thomas de Maiziere sagte: "Schon wieder hat uns eine entsetzliche Nachricht erreicht, diesmal aus Stockholm."

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel und sein französischer Amtskollege Jean-Marc Ayrault haben sich entsetzt gezeigt. "Dass nun auch Schweden Opfer eines solchen Terroraktes geworden sein soll, erschüttert uns zutiefst. Das Engagement unseres nordischen Nachbarn für Menschenrechte, für Frieden und Gerechtigkeit ist buchstäblich. Umso größer ist jetzt unser Entsetzen angesichts der Bilder mitten aus dem Herzen Stockholms", erklärten die beiden Außenminister am Rande einer gemeinsamen Mali-Reise.

Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande hat zum gemeinsamen Anti-Terror-Kampf in Europa aufgerufen. "Der ununterbrochene Kampf gegen den Terrorismus muss eine Priorität der europäischen Solidarität sein", erklärte Hollande am Freitag. Er sei entsetzt und empört, fügte Hollande hinzu.

Bestürzung bei EU-Kommissionspräsident Juncker
Die Europäische Union hat bestürzt reagiert. "Ein Angriff auf einen unserer Mitgliedsstaaten ist ein Angriff auf uns alle", erklärte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Freitag in Brüssel. Schweden könne auf Solidarität und jede erdenkliche Hilfe zählen. "Unsere Gedenken sind beim schwedischen Volk", erklärte Juncker. Er sprach den Familien der Opfer im Namen der Kommission sein Beileid aus und würdigte den Einsatz der Rettungskräfte.

Auch die UNO hat den Anschlag verurteilt. "Unser Mitgefühl gehört den Familien der Opfer und allen Betroffenen. Wir stehen solidarisch mit dem Volk und der Regierung von Schweden ", ließ UNO-Generalsekretär Antonio Guterres am Freitag in New York über seinen Sprecher Stephane Dujarric ausrichten.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg reagierte ebenfalls mit Bestürzung. "Die Nachrichten, die aus Stockholm kommen, sind schrecklich. Mein tiefes Mitgefühl gilt allen, die betroffen sind. Die NATO steht an der Seite des trauernden schwedischen Volkes", so Stoltenberg. Dänemarks ußenminister Anders Samuelsen meinte: "Es war schrecklich, über diesen Terroranschlag zu hören. Die Europäer müssen gegen den Terror zusammenstehen und noch enger kooperieren."

Anteilnahme aus Österreich
Außenminister Sebastian Kurz ist "tief betrübt über die tragischen Ereignisse" in Stockholm. "Wir stehen in dieser Stunde der Trauer SWE-Freunden bei; werden allen Formen des Terrorismus gemeinsam begegnen", twitterte er. Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat den Anschlag eine "entsetzliche, verabscheuungswürdige Tat" genannt. "Mein Mitgefühl ist bei den Opfern und ihren Angehörigen", schrieb er.

Bundeskanzler Christian Kern schrieb auf Facebook: "Fürchterliche Nachrichten aus Schweden. Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen der Opfer." Vizekanzler Reinhold Mitterlehner teilte mit: "Ich verurteile den hinterhältigen Terroranschlag Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden. Wir trauern mit ihnen."

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil schrieb in einer Aussendung: "(...) unsere Herzen und Gedanken sind bei den Menschen in Stockholm." Und weiter: "Wir (...) dürfen uns vom feigen Terror nicht einschüchtern lassen. Wir brauchen eine entschlossene Vorgangsweise in ganz Europa, um diesen Terrorismus, der immer wieder eine blutige Spur durch unseren Kontinent zieht, zu bekämpfen. Wir dürfen nichts unversucht lassen, um Attentate zu verhindern und damit Menschenleben zu retten."

Walburga Habsburg Douglas, jüngste Enkelin des letzten österreichischen Kaisers Karl I. und ehemalige schwedische Reichstagsabgeordnete, ist geschockt. "Mein Mann und ich waren heute nicht in der Stadt und unser Sohn lebt jetzt Gott sei Dank in München. Es ist einfach grauslich. Es ist furchtbar, einen Lkw als Waffe zu benützen."

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