03.04.2017 06:36 |

"Verbrecher waren's"

Hobbyboxer aus drittem Stock in die Tiefe gestoßen

Der 38-jährige Hobbyboxer Ronko S. ist am Freitag aus dem dritten Stock eines Hauses in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus gestürzt und an seinen Verletzungen verstorben. Zunächst war die Polizei von einem Unfall oder einem Selbstmord ausgegangen, die Obduktion lässt allerdings auf ein Verbrechen schließen. Denn: Die Untersuchung ergab, dass der Mann gepackt und in die Tiefe gestoßen worden war. Ronkos Schwester ist überzeugt: "Das waren Verbrecher."

Ein Zeuge hatte am Freitag gegen 13.20 Uhr die Polizei verständigt, da er im Innenhof eines leer stehenden Wohnhauses in der Beckmanngasse einen toten Mann aufgefunden hatte, wie die Polizeidirektion Wien am Sonntagvormittag per Aussendung mitteilte. Die Verletzungen des Mannes, eines in Wien geborenen serbischen Staatsbürgers, "wiesen eindeutig auf ein Sturzgeschehen hin", wodurch die Beamten vorerst von einem Unfall oder einem möglichen Selbstmord ausgingen.

Verdächtige Verletzungen an Armen
Eine gerichtliche Obduktion hat am Wochenende allerdings ergeben, dass es sich um Fremdverschulden handeln dürfte. Zwar war der 38-Jährige an den Folgen des Sturzes gestorben, bei der Untersuchung wurden aber Verletzungen an seinen Armen entdeckt, die darauf hinweisen, dass der Mann zunächst festgehalten und dann in die Tiefe gestoßen wurde. "Die Verletzungen konnten nicht vom Opfer selbst herbeigeführt worden sein", hieß es.

"Ronko wurde brutal ermordet!"
"Sicher haben Verbrecher meinen Bruder in die Tiefe gestoßen", ist auch Tanja S. (49), die Schwester des Toten, überzeugt: "Ronko wurde brutal ermordet!" Das Opfer war im Suchtgift-Milieu verkehrt, daher konzentrierten sich die Einvernahmen auf Personen aus der Drogenszene, so Polizeisprecherin Irina Steirer am Sonntag. Am Freitagvormittag, wenige Stunden vor seinem Tod, hatte der Serbe noch mit seinem Baupolier telefoniert und gebeten: "Schick mir bitte die Rettung. Mir geht es ziemlich schlecht."

Wie und wieso ihr Bruder dann ins benachbarte leer stehende Haus kam, kann sich die Schwester nicht erklären. "Ronko war froh, nach seiner Drogenzeit und der Gefängnisstrafe eine ordentliche Arbeit am Bau gefunden zu haben. Auch die Trennung von seiner griechischen Freundin hatte er schon verarbeitet", sagen Verwandte.

Christoph Matzl und Peter Tomschi, Kronen Zeitung/krone.at

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