Mo, 23. Juli 2018

Städtewachsen

21.03.2017 16:47

Klagenfurt hat 2030 schon 110.000 Einwohner

Die aktuelle Bevölkerungsprognose der Statistik Austria lässt vor allem in den Randgemeinden die Alarmglocken schrillen. Bis 2030 wird sich die Landflucht weiter zuspitzen. Die meisten Kärntner Bezirke werden noch mehr Einwohner verlieren. Andererseits werden Klagenfurt und Villach deutlich wachsen.

Des einen Freud, des anderen Leid: Sowohl Klagenfurt (99.762) als auch Villach (61.701) freuen sich über Einwohnerrekorde (die "Krone" berichtete). Und dieser Trend wird sich fortsetzen. Bis 2030 soll Klagenfurt sogar um 11,3 Prozent oder 11.000 Personen wachsen. Damit würde die Landeshauptstadt die 110.000-Einwohner-Marke locker überschreiten.

Viele Jungfamilien
"Der Großteil wird durch Zuzüge erreicht, darunter werden viele junge Familien sein. Daher darf Klagenfurt eine leicht positive Geburtenbilanz erwarten", so Landesstatistiker Peter Ibounig.

Villach soll um 4200 Bewohner (6,9%) wachsen. Eher minimal fällt der Zuwachs im Klagenfurter Umland aus: plus 700 Einwohner oder 1,2 Prozent.

Defizite in Bezirken
Alle anderen Bezirke müssen zum Teil empfindliche Defizite hinnehmen. Besonders hat treffen wird es Hermagor mit minus 9,5 Prozent, Spittal mit minus 8 Prozent, St. Veit mit minus 7,4 Prozent und Wolfsberg mit minus 7,3 Prozent.

Etwas moderater wird der Bevölkerungsrückgang in Völkermarkt (minus 3,6 Prozent), Feldkirchen (minus 2,4 Prozent) und Villach-Land (minus 1,3 Prozent) ausfallen.

Landflucht seit Jahrzehnten
Ibounig: "Die Landflucht gibt es in Wahrheit seit Jahrzehnten. Früher hat sie sich aber nicht so dramatisch ausgewirkt, da es viele Großfamilien gab. So blieb die Einwohnerzahl dank vieler Geburten konstant."

Christian Rosenzopf, Kärntner Krone

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