Mi, 20. Juni 2018

Weltcup-Finale

14.03.2017 16:54

Österreichs totale Kristall-Flaute in der Abfahrt

Die ÖSV-Herren warten seit fünf Jahren vergeblich auf einen Sieg im Abfahrts-Weltcup, die Damen sogar schon zehn.

Kristall, sei umschlungen! Mit zwei Duellen um die beiden Abfahrts-Kugeln startet in Aspen  das Weltcup-Finale: Kjetil Jansrud gegen Peter Fill bei den Herren, Ilka Stuhec gegen Sofia Goggia bei den Damen. Österreich mischt in der Königsdisziplin nicht mehr mit. Wieder nicht mit, muss man sagen. Die ÖSV-Damen warten nun schon ein Jahrzehnt auf Downhill-Kristall  und bei den Herren war der eben zurückgetretene Klaus Kröll 2012 der letzte Gewinner.

Jansrud führt vor dem letzten Saison-Rennen 33 Punkte vor Titelverteidiger Peter Fill. Der Norweger war auch der einzige Fahrer, der in diesem Winter zwei Abfahrten für sich entscheiden konnte (Lake Louise, Kvitfjell). Auch Österreich kam auf zwei Tagessiege: Max Franz gewann in Gröden, Hannes Reichelt gewann in Garmisch. Aber auch die Fahrer selbst finden, dass die Downhill-Ausbeute ausbaufähig wäre. Auch Max Franz. Und der hätte nach dem Premieren-Sieg im Weltcup und WM-Bronze genug Grund zur Freude.

"Wir sind besser, als wir dastehen"
Aber er sagt: "Wir sind besser, als wir dastehen. Da ist viel mehr drinnen!" Ein Eindruck, dessen sich auch Hannes Reichelt nicht erwehren kann: "Am Papier schaut es sicher so aus." Wobei der Routinier anfügt, dass es etwa gute Gründe für den völlig verpatzten Saison-Start in Val d’Isère gibt: Reichelts Rücken-OP, Mayers Sturz-Folgen, die Knie-Probleme von Franz! "Außerdem: Es gab in sieben Rennen sechs Sieger. Die Dichte ist groß. Alle kochen derzeit mit Wasser. Wir sind gut, aber wir bräuchten irgendein Wunderding, damit wir uns wieder abheben", sagt Hannes.

Bei den Damen, die seit Renate Götschl 2007 den Abfahrts-Weltcup nicht mehr gewonnen haben, steht ein Sieg (Christine Scheyer) und ein 2. Rang (Conny Hütter) zu Buche. Dazu die Silberne von Stephanie Venier in St. Moritz. Auch nicht viel aber Roland Assingers junge Truppe arbeitet sich kontinuierlich an die absolute Spitze heran. Auch wenn man in das Kristall-Duell zwischen Ilka Stuhec, die 97 Punkte Vorsprung hat und Sofia Goggia nicht eingreifen kann.

Georg Fraisl (in Aspen), Kronen Zeitung

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