Mi, 20. Juni 2018

24.10.2006 16:20

Zweiklassenmedizin...

Das freie Wort
PolitikerInnen aller Farbschattierungen versuchen sich in jüngster Zeit mit der Gleichheit aller Patienten in breitesten Wählerschichten zu profilieren. Leider wird dabei stets darauf vergessen, dass die breite Masse, die Gesundheit betreffend, mit ihren Pflichtversicherungsbeiträgen nicht mehr als eine Portion Leberkäse am Würstelstand bezahlt, aber im Krankenhaus wie in einem Fünf-Sterne-Hotel versorgt werden will, während Zusatzversicherte, welche gar oft auf viel anderen Luxus verzichten, um sich im Spital bestens versorgt zu wissen, dafür laufend hohe Prämien bezahlen.

Für Urlaub in fernen Ländern, worauf Zusatzversicherte gar oft in weiser Voraussicht zum Wohle der Gesundheit verzichten, wie auch für die Auto-Leasingrate muss Geld da sein; aber wenn es um die Gesundheit geht, will man auf alles Anspruch haben, aber zahlen sollen stets die anderen.


Wer sein Geld für anderen Luxus ausgibt und für seine Gesundheit nicht zahlen will, muss sich im Spital mit dem zufrieden geben, wofür seine Versicherungsbeiträge nicht einmal reichen, würde man die Zusatzversicherten nicht zum Wohle der breiten Masse über die Gebühr schröpfen, ohne dass die Spitäler den Zusatzversicherten nachweisen müssen, worin die angeblich erbrachten Mehrleistungen tatsächlich bestehen.

Das ganze Gesundheitssystem ist in höchstem Maße reformbedürftig.




Heinz Hoffberger, Hörsching
erschienen am Mi, 25.10.

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