Mo, 24. September 2018

100. Podestplatz

08.01.2017 08:44

Hirscher: "Diese Marke bedeutet mir sehr viel!"

Der zweite Platz in Adelboden war sein 100. Podest im Weltcup, nur Alexis Pinturault fing Marcel Hirscher im Riesentorlauf knapp ab. Der ÖSV-Erfolg wurde durch den Dritten Philipp Schörghofer komplettiert. Hirschers Traumfahrt sehen Sie oben im Video!

Ein Traumlauf, 1,99 Sekunden Vorsprung! Nur noch zwei oben. Teamkollege Schörghofer? Fiel zurück. Der Halbzeitführende Pinturault? Der Franzose verlor kontinuierlich, gewann den Riesentorlaufklassiker aber um vier Hundertstel. "Ich freue mich trotzdem", war Hirscher mit seinem 100. Weltcup-Podest zufrieden.

Bis Samstag stand Hirscher 99 Mal auf einem Weltcup-Podest, 25 Mal und damit so oft wie kein anderer Alexis Pinturault  neben ihm. Also jener Mann, der nun Killy überholte und mit 19 Siegen zum besten Franzosen in der ewigen Bestenliste wurde. "Er hat Olympia gewonnen, ist ein anderes Kapitel, unschlagbar",  blieb Pinturault bescheiden, "ich will meine Geschichte schreiben."

So wie Marcel Hirscher, nun mit Girardelli und 100 Podien hinter Rekordhalter Ingemar Stenmark Zweiter. "Diese Marke bedeutet mir sehr viel, bleibt wohl länger erhalten. Vielleicht kommt ja mal, wenn ich 50, 60 Jahre alt bin, ein Junger, der diese Zahl überbietet", so der 27-Jährige mit einem leichten Schmunzeln. Seinen zweiten Platz sah er höchst positiv: "Im ersten Lauf hatte ich einen Fehler. Da sind die vier Hundertstel leicht gefunden. Der zweite war gewaltig - und einer, den ich schon länger gesucht habe."

Weiteres Ausrufezeichen
Neben Hirscher kam auch ein zweiter Österreicher auf das Podest: Philipp Schörghofer, zum ersten Mal seit Kranjska Gora letzten März - obwohl er vom zweiten auf den dritten Platz zurückfiel. "Egal. Ich bin echt happy, in Adelboden erstmals am Podium zu sein. Jetzt fahre ich so lange, bis ich hier auch gewinne", lächelte der 33-Jährige, dessen Formkurve steil nach oben zeigt. Hatte er doch bereits zuletzt in Alta Badia bis zu seinem Ausfall Bestzeit. "Das gibt mir  sehr viel Ruhe was die WM betrifft." Die auch für Manuel Feller, zuletzt beim Zagreb-Slalom als Halbzeit-Führender ausgeschieden, Thema werden könnte. Der Tiroler wurde als drittbester ÖSV-Athlet 18. "Ich  habe im ersten Lauf zu viele Fehler gemacht. Auch im zweiten passte nicht alles."

Einen Schock gab’s um Daniel Meier, der im ersten Durchgang bei einem Tor hängen blieb,   mit dem Kopf aufschlug. Der Vorarlberger wurde in das Krankenhaus  gebracht -  Diagnose:  schwere Gehirnerschütterung, 24 Stunden Aufenthalt.

Neue Chance im Slalom
Am Sonntag wartet der Slalom - und für Hirscher, der in dieser Disziplin sieben seiner nun elf Adelboden-Podien holte, wohl das Duell gegen Kristoffersen. "Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht", sagte Marcel und begab sich zum Videostudium. Der sechste Platz  in Zagreb? "Abgehakt. Neuer Hügel, neue Chance." Na dann...

Christian Mayerhofer (in Adelboden), Kronen Zeitung

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