Sa, 23. März 2019
11.10.2016 18:29

Design vom Ehemann

Wien: Stadträtin wollte "Riesenmistkübel" als Büro

Wieder sorgt eine Wiener SPÖ-Stadträtin für Aufregung. Wie der "Falter" am Dienstag berichtete, plante Umweltreferentin Uli Sima ein neues Bürogebäude für die MA 48. Der Chef der Abteilung, der gleichzeitig Simas Ehemann ist, liebäugelte dabei mit einem Riesenkomplex in Form eines Mistkübels. Doch diese eigenwillige Vision fiel bei der Architektenjury glatt durch. Daraufhin verzichtete Sima - anscheinend aus Frust - komplett auf den Bau des neuen Bürogebäudes. Jetzt denkt die Stadträtin sogar daran, die Architekturwettbewerbe "neu aufzustellen".

Wie der "Falter" in seiner aktuellen Ausgabe berichtete, soll sich der Fall bereits 2013 ereignet haben. Der Chef der MA 48, Josef Thon, wollte mit der Vision eines "Riesenmistkübels" als Bürogebäude für seine Abteilung "die Bevölkerung zum Nachdenken anregen". Doch die Architektenjury lehnte den Entwurf mehrheitlich ab. Danach verwehrte die Stadt Wien auch dem Siegerentwurf die Zustimmung, das Projekt wurde komplett abgeblasen - womöglich aus gekränkter Eitelkeit von Thon und Sima?

Sima wütend: "Auftraggeber muss Letztentscheidung haben"
Gegenüber dem "Falter" ging Sima mit den Mitgliedern der Architektenjury jedenfalls hart ins Gericht. "Der Auftraggeber muss die Letztentscheidung haben, was mit dem Steuergeld passiert. Eine Jury kann das nicht gegen ihn entscheiden. Deswegen bin ich dafür, die Wettbewerbe der Stadt neu aufzustellen. Offenbar ist die Zeit für solche kreative Ideen noch nicht reif."

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Hit im Amsterdam
DFB freut sich auf „heißes Duell“ gegen Oranje
Fußball International
Teenager unter Opfern
Drei Fußgänger von Auto erfasst - schwer verletzt
Niederösterreich
Mit krone.at gewinnen
„Hellboy“: Zwei Fäuste für ein Hallelujah
Pop-Kultur
Empfängerin (86) starb
Kärntner war kurz vor Blutspende in Uganda
Kärnten
Vor fast 18 Jahren
Israel - Österreich: Orangen, Steine und Ohrfeigen
Fußball National

Newsletter