08.09.2016 18:23 |

Eberstein

Einsturz-Gefahr: Schloss muss gesichert werden

Das Schloss Eberstein muss nach dem Absturz einer Mauer und der Bildung von Spalten und Rissen jetzt umgehend abgesichert werden! Wie es in einem neuen Gutachten heißt, sei die Tragsicherheit gefährdet. Als Grund dafür werden Sprengungen im nahen Steinbruch genannt. Kommende Woche startet die Sanierung.

Die Kirche bleibt für Besucher geschlossen. Das Schlafzimmer hat Sigurd Hochfellner, Besitzer von Schloss Eberstein, bereits aufgegeben: "Ich traue mich nicht mehr, hier zu übernachten. Das Risiko ist zu groß."

Der Grund dafür sind tiefe Risse, abbröckelnde Mauern und herausgebrochene Gewölbeteile, die Ziviltechniker penibel aufgelistet haben. "Die Rissbildung stellt eine deutliche Beeinträchtigung der Tragsicherheit und Gebrauchstauglichkeit dar", heißt es im Gutachten.

Fazit: Sanierungsmaßnahmen werden "dringend empfohlen".

Gründe für die Ursache umstritten
Während das Schadensbild damit geklärt scheint, bleiben die Gründe für die Ursache umstritten. "Die Gutachter sind zum Schluss gekommen, dass Risse und Sprünge auf die Sprengungen zurückzuführen sind", so der Schlossherr. Gemeint sind die Abbauarbeiten im etwa 150 Meter entfernten Dolomit-Steinbruch.

Gutachten gegen Gutachten
Mit einem neuen Gutachten kann auch "Dolomit Neuper"-Chef Josef Pacher aufwarten. Er hofft, damit die Vorwürfe entkräften zu können: "Wir haben das Gutachten an die Montanbehörde weitergeleitet."

Das Ergebnis der Erschütterungsmessungen will der Dolomit-Chef zwar nicht verraten. Man habe das Papier aber "mit gutem Gewissen" weitergeleitet, heißt es.

Um weitere Schäden zu verhindern, sollen kommende Woche die Absicherungsarbeiten am Schloss starten.

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