Mo, 10. Dezember 2018

An Grenze zu Libyen

07.03.2016 15:36

Tunesien: Islamisten-Angriff fordert Dutzende Tote

An der Grenze zu Libyen geraten die tunesischen Sicherheitskräfte zunehmend ins Visier von Islamisten: Bei einem Angriff von "Terroristen" auf eine Kaserne sowie Posten von Nationalgarde und Polizei in der Stadt Ben Gardane seien am Montag mehr als 40 Menschen getötet worden, teilte das Innenministerium mit. Der Grenzübergang wurde geschlossen, das Militär verhängte eine Ausgangssperre. Die Regierung in Tunis berief eine Dringlichkeitssitzung ein.

Laut dem Ministerium seien bei den auf den Angriff folgenden Gefechten 28 Dschihadisten, zehn Sicherheitskräfte und sieben Zivilisten getötet worden. Die Armee forderte die Bewohner von Ben Gardane über Lautsprecher auf, in ihren Häusern zu bleiben und jede verdächtige Bewegung zu melden. Der Grenzübergang Ras Ajdir wurde für unbestimmte Zeit geschlossen, die wichtigsten Straßen, die Ben Gardane mit den übrigen Landesteilen verbinden, wurden blockiert.

Seit einem US-Luftangriff auf ein Trainingscamp der Terrormiliz IS in Libyen am 18. Februar, bei dem Dutzende tunesische Dschihadisten getötet worden waren, befürchten die tunesischen Sicherheitskräfte ein Einsickern von islamistischen Attentätern. In Tunesien hatte der IS im vergangenen Jahr mehrere Anschläge verübt, die in Libyen geplant worden sein sollen. Aus Sorge vor dem Eindringen von Extremisten hat Tunesien seine Grenze bereits zusätzlich gesichert.

Chaotische Zustände im Nachbarland Libyen
Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier verurteilte den Angriff von Ben Gardane: "Der Versuch, mit Mord und Gewalt die tunesische Diplomatie zu destabilisieren, darf nicht gelingen." Deutschland stehe Tunesien im Kampf gegen die "terroristische Bedrohung" tatkräftig zur Seite. Der Angriff zeige, wie wichtig es sei, eine Stabilisierung Libyens zu erreichen, damit der IS keinen sicheren Rückzugsort mehr finde.

Libyen wird seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gadafi im Jahr 2011 von konkurrierenden Milizen beherrscht. Sie ringen neben zwei rivalisierenden Regierungen und Parlamenten um die Macht. Der IS nutzt die Lage, um sich in dem nordafrikanischen Land auszubreiten.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
3:1 nach Verlängerung
River Plate gewinnt Krimi um Copa Libertadores!
Fußball International
Deutsche Bundesliga
Mönchengladbach weiter erster Dortmund-Verfolger!
Fußball International
Hier das Video
Zittersieg! Bale rettet Real gegen Schlusslicht
Fußball International
Für 28 Millionen Euro
Özil droht „Abschiebung“ von Arsenal zu Inter!
Fußball International
Deutsche Frauen-Liga
Prohaska, Georgieva & Billa überzeugen mit Toren!
Fußball International
In Schottland-Liga
Rapids EL-Gegner Rangers neuer Tabellenzweiter
Fußball International
Krawall in Mattersburg
Fan-Wut! Austria-Anhang geht auf Spieler los
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.