10.01.2016 17:21 |

Börsenguru schäumt

Asylkrise: "Glauben, sie können uns verarschen"

Nach den unzähligen massiven sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln und Hamburg durch mutmaßliche Asylwerber aus Nordafrika und dem arabischen Raum herrscht in Europa helle Empörung. Nun hat sich auch der deutsche Börsenguru und Buchautor Dirk Müller zu Wort gemeldet und per Video nicht nur das Verhalten der Grapscher, sondern auch der deutschen Sicherheitskräfte und Medien scharf kritisiert: "Die glauben, sie können uns alle verarschen."

Der Kölner Polizei war vorgeworfen worden, nach den Vorfällen in der Silvesternacht Hinweise auf die Herkunft der Verdächtigen, großteils junge Männer mit Migrationshintergrund, nicht veröffentlicht zu haben. "Für wie blöd hat man eigentlich die Bevölkerung gehalten, dass man das wirklich unter den Teppich kehren kann?", schäumt der gelernte Bankkaufmann Dirk Müller, der regelmäßig auch zu Wirtschafts- und Polit-Themen Stellung nimmt, in einem am Mittwoch veröffentlichten Beitrag auf seinem YouTube-Kanal "Cashkurs.com".

"Man hat geglaubt, man kann die Bevölkerung verarschen"
"Man hat hier offenbar geglaubt, man kann die Bevölkerung verarschen. Man wollte hier sagen, 'das gibt's nicht, das melden wir nicht, dann hat auch nicht stattgefunden'. Aber den Kopf in den Sand zu stecken, hat hier nicht funktioniert. Durch den Aufschrei im Internet waren die Medien gezwungen, darüber zu berichten", so Müller, Autor der Bücher "Crashkurs" und "Showdown", weiter.

Neben Polizei und Medien bekommt in Müllers Kritik auch die Politik ihr Fett ab. Diese sei es schließlich, die die Gesetze schaffe, Direktiven und Anweisungen gebe. "Schon seit Jahren dürfen in Berichten der Polizei Nationalitäten nicht erwähnt werden, um die Bevölkerung nicht gegen solche Missstände aufzubringen", sagt Müller. Der Staat müsse sein Gewaltmonopol auch wahrnehmen und seine Bürger schützen. Müller: "Am Ende haben wir eine gefährliche Situation, die Menschen fühlen sich nicht mehr sicher. Die Bürger werden sich selbst verteidigen, dann haben wir einen bürgerkriegsähnlichen Zustand."

"Vielen Dank, Frau Merkel"
Schuld an der "katastrophalen Situation" sei Angela Merkel höchstpersönlich. Die Grenzen für die Flüchtlinge zu öffnen, sei der größte Fehler, den je eine Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland gemacht habe. "Vielen Dank, Frau Merkel", lautet daher auch der Abschluss des Videos.

Auch Deutschlands Innenminister Thomas de Maizière warnte nach den Übergriffen davor, die ausländische Herkunft von Straftätern nicht zu nennen. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte er am Samstag: "Es darf keine Schweigespirale geben, schon gar nicht darf sie von der Polizei ausgehen." Auch Merkel sagte bei der CDU-Vorstandsklausur: "Alles muss auf den Tisch."

Keine Weisungen des Innenministeriums an die Polizei
Hessens Innenministerium wies unterdessen einen "Bild"-Bericht zurück, wonach die Polizei zur Vertuschung von Straftaten bei Flüchtlingen angehalten worden sei. "Das Innenministerium hat die Pressestellen der Polizeipräsidien nicht angewiesen, Straftaten, die von Flüchtlingen in Hessen begangen wurden, der Presse vorzuenthalten", sagte der Sprecher des Ministeriums, Michael Schaich, am Samstag. Die Polizeistellen seien aber darauf hingewiesen worden, sensibel mit dem Thema Flüchtlinge umzugehen, so Schaich weiter. Es gehe darum, zu verhindern, dass das Thema von Rechtsextremen instrumentalisiert werde, die gezielt Stimmung gegen Zufluchtsuchende machten.

Auch der deutsche Justizminister meldete sich am Sonntag zu Wort und vermutete hinter den Übergriffen: "Wenn sich eine solche Horde trifft, um Straftaten zu begehen, scheint das in irgendeiner Form geplant worden zu sein", sagte Heiko Maas der "Bild am Sonntag". Die Zahl der Anzeigen im Zusammenhang mit den Angriffen stieg am Wochenende auf über 500. Maas kündigte eine baldige Strafverschärfung für Vergewaltigung an. Laut Maas liegt der Verdacht nahe, "dass hier ein bestimmtes Datum und zu erwartende Menschenmengen herausgesucht" worden seien. "Niemand kann mir erzählen, dass das nicht abgestimmt oder vorbereitet wurde."

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