07.01.2016 16:22 |

Mehr Sicherheit:

Polizei soll zurück zum Hauptbahnhof!

Die Serie von Übergriffen auf Bahnhöfen in Deutschland und in Salzburg sorgt natürlich auch in Kärnten für Verunsicherung! Nachdem das Innenministerium vor zwei Jahren die Inspektion am Bahnhof zugesperrt hat, wird jetzt lautstark die Wiedereröffnung gefordert. Die Politik lässt eine neue "Bahnhof-Streife" prüfen.

Mit den jüngsten Entwicklungen ist auch die Verunsicherung unter Kärntner Fahrgästen gestiegen. Während einige den Hauptbahnhof Klagenfurt durch Wachdienste gut gesichert sehen, sehnt sich die Mehrheit nach mehr Polizeipräsenz und der Wiedereröffnung des alten Polizeipostens. Wie berichtet, hatte das Ministerium 2014 die Inspektion Bahnhof ja schließen lassen - nach den jüngsten Attacken ist jetzt die Debatte um den Sparkurs neu entflammt.

Sofort reagiert hat Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz nach einem "Krone"-Bericht über den "Brennpunkt": Sie setzt sich für eine Prüfung der Schließung ein. AK-Chef Günther Goach fordert mehr Polizei für den Bahnhof als Dreh- und Angelpunkt verschiedener Gesellschaftsgruppen.

Groß ist die Sorge unter Pensionisten, die auf den Öffentlichen Verkehr angewiesen sind. "Der Sparkurs rächt sich erneut", fordern Pensionistenvertreter Verstärkung für die Polizei.

Eine Überprüfung des Sicherheitskonzeptes will FP-Obmann Wolfgang Germ erwirken. Der Bereich um Hauptbahnhöfe sei polizeirechtlich als "Gefahrengebiet" deklariert. "Die Posten gehört sofort wieder installiert!" Kritik kommt von SP-Sicherheitssprecher Rudolf Schober. Durch die Sparmaßnahmen bestehe ein großes Frustrationspotenzial bei Beamten: "Warnungen wurden ignoriert!" Polizeisprecher Rainer Dionisio kontert, dass es permanent Streifen beim Bahnhof gebe: "Die Präsenz ist nicht an eine Dienststelle gebunden!"

Unterstützung für die Beamten ist dennoch nicht in Sicht. Lediglich 26 Jung-Polizisten werden derzeit in Kärnten ausgebildet.

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