06.01.2016 19:28 |

Täter auf der Flucht

Juweliercoup war das Werk von „Vollprofis“

Spurlos verschwunden sind jene bewaffneten Räuber, die Dienstagmittag den Juwelier Max Habenicht in der Klagenfurter Innenstadt überfallen hatten, jedoch ohne Beute flüchten mussten - die "Krone" berichtete. Gerade weil bei diesem Coup nicht alles nach Plan lief, stecken für erfahrene Ermittler eher Vollprofis dahinter.

Der Onkel des bekannten Juweliers Max Habenicht und ein Kunde hatten sich zwischen die mit einer Pistole bewaffneten Räuber gestellt. "Sie haben genau das getan, was man eigentlich nicht tun sollte", ärgert sich Kripo-Chef Gottlieb Türk: "Nächstes Mal haben wir vielleicht einen Toten."

Die Täter schlugen daraufhin die älteren Herren nieder. Doch statt noch schnell den teuren Schmuck und Markenuhren aus der Vitrine zu stehlen, reagierten die Räuber scheinbar total geistesgegenwärtig auf die geänderte Situation: "Obwohl sie nicht wussten, wer die Männer waren, denn der Juwelier hätte ja auch von der Polizei überwacht werden können, reagierten sie scheinbar nicht nur, sondern agierten bewusst", so der Ermittler: "Wäre es ein ,Junkie‘ gewesen, hätte dieser sicher falsch gehandelt und in Panik abgedrückt."

Ein Hinweis für die Theorie ist, dass die Täter nicht das zuvor gestohlene Fluchtfahrzeug nutzten, sondern zu Fuß flüchteten - quasi Plan B. Möglicherweise waren es wieder Litauer, die für ähnliche Coups in ganz Europa verantwortlich sind. In Villach war es der Kripo nach einem Juweliercoup im Oktober 2015 gelungen, Litauer mit Hilfe von Überwachungsbildern auszuforschen, die es nun mangels Videoüberwachung nicht gibt.

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