Risiko und Heldenmut

Amazon Prime zeigt den Wahnsinn der Skiabfahrt!

Bergkrone
22.01.2026 06:00

Vier Teile, je eine Stunde, null Sicherheitsnetz: Mit der neuen Amazon-Prime-Serie Downhill Skiers wirft der österreichische Filmproduzent Gerald Salmina den Zuschauer mitten hinein in den gnadenlosen Weltcup-Zirkus der Speedfahrer. Ein Jahr lang war sein Team von Blue Bird Motion Picture dort, wo sonst keine Kamera steht: am Start, im Ziel – und im Kopf der Athleten. Start ist am 22. Jänner auf Amazon Prime Video.

Und der heimische Filmemacher weiß, wovon er erzählt. Sein Kinofilm über die Streif – Streif: One Hell of A Ride“ –  ist längst Kult, lief jahrelang im ORF-Hauptabendprogramm. „Die Messlatte lag brutal hoch“, sagt er im Gespräch mit der „Krone“: „Eigentlich wollte ich nie wieder so einen Film machen.“

Bis eine neue Generation von Athleten kam – mit einem Lächeln im Ziel, das alles veränderte. „Marco Odermatt fährt anders, fährt anarchisch – und strahlt“, verrät Gerald. Genau das war der Auslöser.

Nicht ein Rennen – der ganze Winter
Downhill Skiers ist keine klassische Doku. Kein Technik-Lehrfilm, keine Historienstunde. Es ist großes Erlebnis-Kino. Die Kameras begleiten die Abfahrer über einen gesamten Winter: vom letzten Rennen der Vorsaison über Sommertraining und Materialtests bis zum großen Finale. Der Fokus liegt bewusst auf der Abfahrt, der Königsdisziplin. „ Abfahrt ist Hochgeschwindigkeit und Hochrisiko“, so Gerald, der die „Krone“ mit zur Streckenbesichtigung in Tarvis (Italien) mitnahm. 

Die Serie Downhill Skiers zeigt spektakuläre Aufnahmen, ...
Die Serie Downhill Skiers zeigt spektakuläre Aufnahmen, ...(Bild: Amazon Prime)
... aber auch, wie sich Athleten, hier Nina Ortlieb, nach Stürzen immer wieder zurückkämpfen.
... aber auch, wie sich Athleten, hier Nina Ortlieb, nach Stürzen immer wieder zurückkämpfen.(Bild: Amazon Prime)
Downhill Skiers läuft ab dem 22. Jänner auf Amazon Prime Video.
Downhill Skiers läuft ab dem 22. Jänner auf Amazon Prime Video.(Bild: Amazon Prime)

Gewinnen ist groß. Den Gesamtweltcup in der Abfahrt zu holen, ist noch größer. Und wer in Kitzbühel nur „normal“ fährt, hat keine Chance. Odermatt selbst sagt es in der Serie sinngemäß: Du musst am Limit fahren. Jedes Tor auf Angriff. Sonst gewinnst du nicht. Messer zwischen den Zähnen? Nein – Messer unter den Füßen.

Stürze, die Karrieren beenden
Die Serie verschweigt nichts. Fangzäune, Einschläge, Körper, die von 100 auf null gehen. Viele werfen den Machern vor, zu viele Stürze zu zeigen. Geralds Antwort ist trocken: „Alles ist in einer einzigen Saison passiert. Eine Abfahrt verzeiht keine Fehler. Ein falscher Ski, ein Hänger – und es kann vorbei sein.“

Beeindruckend sind die Comeback-Geschichten. Die Vorarlbergin Nina Ortlieb etwa: 23 Operationen, immer wieder zurückgeworfen – und doch voller Leidenschaft. Oder der Kärntner Max Franz, der sich nach schweren Verletzungen jahrelang zurückkämpft. „Das sind Ausnahmeathleten“, sagt Gerald. „Die sind aus einem anderem Holz geschnitzt.“

Mit Skiern so schnell wie möglich einen Berg hinunterzufahren ist Extremsport pur.
Mit Skiern so schnell wie möglich einen Berg hinunterzufahren ist Extremsport pur.(Bild: Hannes Wallner)

Frauen am absoluten Limit
Ein zentrales Element der Serie: Radikales Skifahren, volles Risiko – die Frauen stehen den Männer um nichts nach. Namen wie Conny Hütter, Sofia Goggia oder Lindsey Vonn stehen für Mut am absoluten Limit. Der Sport ist aggressiver geworden, auch durch Klima- und Schneeschwankungen. Skifahren ist ein Puzzle aus Material, Linie, Tagesverfassung – und mentaler Stärke.

Was im Kopf der Abfahrer passiert, fasziniert den Kärntner Filmemacher besonders: „Die Läufe werden vorab im Kopf programmiert – jede Kurve, jede Option. Und trotzdem braucht es einen Plan B für das Unvorhersehbare. Franz Klammer, die ewige Referenz, beherrschte das wie kein anderer. Heute gilt dasselbe: Wer nicht bereit ist, alles zu committen, fährt nicht vorne mit.“

Abseits der Action zeigt „Downhill Skiers“ eine überraschende Seite: Kameradschaft. Respekt. Freude über Siege der anderen. Besonders auffällig: der Team-Spirit der Schweizer. 200 Tage im Jahr gemeinsam unterwegs – eine eingeschworene Familie. Gerald: „Das macht diesen Sport aus. Alle wissen, wie schwer es ist.“

Filmproduzent Gerald Salmina mit Conny Hütter und Nina Ortlieb.
Filmproduzent Gerald Salmina mit Conny Hütter und Nina Ortlieb.(Bild: Hannes Wallner)

Technik, Vertrauen – und Nähe
Gedreht wurde mit neu entwickelten Drohnen-Setups und Onboard-Kameras, die spektakuläre und so noch nie gesehene Bilder zeigen. Aber das Wichtigste war das gegenseitige Vertrauen. Kein Ablenken, kein Privat-Voyeurismus. Keine Wohnzimmer, keine Homestories. Nur der Athlet in der Extremsituation. Der Zuschauer soll fühlen, wie es ist, neben Odermatt im Ziel zu stehen – oder mit 140 km/h den Hang hinunterzufliegen.

Unterstützt wurde das Projekt von Ski Austria. Die FIS hielt Abstand. Entstanden ist ein unabhängiges Prestige-Projekt „made in Austria“ – getragen von einer Familie: Gerald Salmina als Produzent, Tochter Mona Executive Producer, Sohn Marvin Co-Regie und Ehefrau Ruth in der Herstellungsleitung.

„Downhill Skiers“ ist keine Serie zum Zurücklehnen. Es ist eine emotionale Reise in die härteste Disziplin des Wintersports. Wer verstehen will, warum Abfahrer nie bremsen, warum sie immer wieder zurückkommen – und warum ein Fehler alles kosten kann -, der sollte ab 22. Jänner auf Amazon Prime Video einschalten.

Oder, wie Gerald es auf den Punkt bringt: Erlebniskino. Echt. Ungefiltert. Am Limit.

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