Mo, 20. Mai 2019
05.01.2016 22:26

1 Jahr nach Anschlag

Sonderausgabe von "Charlie Hebdo" schockt Vatikan

Mit einer Sonderausgabe erinnert das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" am Mittwoch an den blutigen Terroranschlag von islamistischen Terroristen am 7. Jänner vor einem Jahr. Die Doppelausgabe erscheint in einer Auflage von einer Million Exemplaren. Scharfe Kritik am Cover - wo ein blutverschmierter, bärtiger Gott mit einer umgehängten Kalaschnikow zu sehen ist - kommt aus dem Vatikan.

Bei dem Anschlag auf "Charlie Hebdo" und den anschließenden Attacken wie dem Überfall auf einen Supermarkt für koschere Lebensmittel töteten schwerbewaffnete Islamisten am 7. Dezember 2015 17 Menschen in Paris. Unter den Opfern waren auch die "Charlie Hebdo"-Zeichner Charb, Honore, Cabu, Wolinski und Tignous. Auch die drei Islamisten kamen bei Gefechten mit der Polizei ums Leben.

Sonderausgabe mit 32 Seiten
Die Sonderausgabe von "Charlie Hebdo" erscheint mit 32 statt 16 Seiten. Über das Cover rennt ein blutverschmierter, bärtiger Gott mit einer umgehängten Kalaschnikow, dazu der Text: "Ein Jahr danach: Der Mörder ist noch immer auf der Flucht."

"Gott zu nutzen, um Hass zu rechtfertigen, ist Gotteslästerung"
Diese Titelseite stößt der Vatikan-Zeitung "Osservatore Romano" sauer auf. Für sie verletze "Charlie Hebdo" die Gefühle der Gläubigen unabhängig von ihrer Religion. Hinter der "trügerischen Fahne eines kompromisslosen Laizismus" vergesse "Charlie Hebdo" einmal mehr, dass religiöse Führer egal welchen Glaubens immer wieder dazu aufriefen, Gewalt im Namen der Religion zu verurteilen. "Gott zu nutzen, um Hass zu rechtfertigen, ist echte Gotteslästerung, wie Papst Franziskus mehrfach gesagt hat", hieß es weiter.

Gedenktafeln enthüllt
Zu Ehren der Toten des Terroranschlags vor einem Jahr enthüllte Frankreichs Staatschef François Hollande am Dienstag drei Gedenktafeln, die erste davon am früheren Sitz der "Charlie Hebdo"-Redaktion.

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