24.06.2006 12:33 |

Fatale Tierliebe

67-Jähriger teilt Wohnung mit 1.000 Ratten

Der stechende Geruch von Katzenurin, der aus einer Wohnung drang, hatte die Nachbarn in der kalifornischen Stadt Petaluma alarmiert. Doch Mitarbeiter der Tierschutzbehörde erlebten eine böse Überraschung, als sie die Wohnung eines 67 Jahre alten Mannes aufsuchten und rund 1.000 Ratten fanden. Wie der "San Francisco Chronicle" am Freitag berichtete, liefen 20 Ratten frei in der Ein-Zimmer-Wohnung herum. Die Restlichen - von neugeborenen bis zu ausgewachsenen Tieren - hielt Roger Dier in 20 großen Käfigen.

"Er wollte Weibchen und Männchen trennen. Doch das Ganze war ihm wohl über den Kopf gewachsen", sagte die Tierschutzbeamtin Nancee Tavares. "Sein Bett stand in der Mitte des Raumes, und drumherum lag Futter, Katzenstreu und wer weiß, was sonst noch alles, über den gesamten Boden verteilt", beschrieb sie das Chaos.

Neben "einer Menge Ratten" habe er auch noch sieben Katzen, sagte Dier zu den Ermittlern. Der Mann wurde wegen Tierquälerei angezeigt. 70 kranke und schwache Ratten wurden sofort eingeschläfert, für die restlichen sucht das Tierheim neue Besitzer. Tavares hofft, dass sich Dier einem freiwilligen Überwachungsprogramm unterzieht, das ihm den Besitz von höchstens zwei Ratten erlauben würde.

Einen ähnlichen Fall hatten die Tierschutz-Mitarbeiter in Petaluma im Jahr 2001. Damals spürten sie 196 Katzen in der Wohnung einer älteren Frau auf.

Symbolfoto