20.06.2006 14:48 |

Brutaler Rassismus

Bewaffneter Franzose macht Jagd auf Schwarze

Mit einem abgesägten Karabiner hat ein arbeitsloser Franzose in der nordfranzösischen Stadt Compiègne Jagd auf Schwarze gemacht. Der 35-Jährige sei am Sonntag im nahe gelegenen Ort Rémy festgenommen worden, teilte sei Staatsanwalt von Compiègne, Eric Boussuge, am Dienstag mit.

Der Täter habe vom Steuer seines Autos aus mit dem Gewehr mit Zielfernrohr auf Schwarze gefeuert. "Er schoss um zu töten und zielte auf die Gurgel", sagte Boussuge. "Er war auf dem Kreuzzug. Sein Antrieb war also rassistischer Art."

Zunächst hatte der Mann im "sozialen Brennpunkt" Royallieu von Compiègne auf mehrere junge Schwarze gefeuert und dabei einen 20-Jährigen an der Schulter verwundet. Auf der Weiterfahrt hatte er auf einen Radfahrer, eine Gruppe Kinder und einen Autofahrer geschossen, ohne zu treffen. Alle anvisierten Opfer waren Farbige. Im Viertel Jardins schoss er einem Schwarzen in die Schulter und feuerte ohne zu treffen auf einen Mann, der ihn verfolgte.

Nach seiner Festnahme habe der Mann weitere Anschläge zugegeben. Der in einem Wohnwagen lebende Täter habe die Ausländer für alle Übel verantwortlich gemacht, sagte Boussuge.

Symbolbild