30.11.2015 16:57 |

3000 erwartet

Flüchtlingsstrom verlagert sich jetzt nach Kärnten

Über die Balkan-Route kommen weiterhin deutlich weniger Flüchtlinge nach Österreich als noch in der vergangenen Woche. Die Sammelstellen an den steirischen Grenzübergängen Spielfeld und Bad Radkersburg waren am Montag erneut leer. In Kärnten kamen dagegen wider Erwarten mehrere Flüchtlingstransporte an, bis zum Abend rechnete die Polizei mit mehr als 3000 ankommenden Menschen.

Bis zum frühen Montagnachmittag trafen rund 1400 Menschen in Kärnten ein. Für den Abend waren noch zwei Bustransporte und ein Zug angekündigt. Damit werde man die Maximalzahl von 3180 Menschen erreichen, sagte ein Polizeisprecher. Am Sonntag waren insgesamt 1178, am Samstag 1608 Flüchtlinge in Kärnten angekommen. Ursprünglich war mit einem Nachlassen des Zustroms gerechnet worden.

Insgesamt deutlich weniger Flüchtlinge unterwegs
Entlang der Balkan-Route waren zu Wochenbeginn insgesamt deutlich weniger Flüchtlinge unterwegs. In der Nacht auf Montag gab es laut Polizei keine Übertritte an den steirisch-slowenischen Grenzübergängen.

Die leere Sammelstelle in Spielfeld:

Gegen Mittag befanden sich gerade einmal zehn Flüchtlinge in der Sammelstelle Spielfeld, es wurde aber mit weiteren Ankünften gerechnet. In den kommenden Tagen wird wegen der besseren Witterungsverhältnisse wieder mit einem Anstieg der Flüchtlingszahlen gerechnet.

Vorarbeiten für Zaunbau in Spielfeld
Unterdessen gingen die Vorbereitungsarbeiten zur Errichtung des Grenzzaunes sowie zur Neustrukturierung des Übernahmebereichs für die Flüchtlinge im Kernbereich des Sammelzentrums Spielfeld weiter. Dies umfasste am Montag laut Polizeisprecher Leo Josefus vorwiegend Planierarbeiten.

Die Rodungen seien weitgehend abgeschlossen, ein paar Wurzelstöcke seien noch zu entfernen. Dazu stünden zwei Bagger des Heeres und eine Planierwalze im Einsatz. Die Arbeiten des Heeres würden diese Woche fortgeführt, man liege im Zeitplan, so Oberst Gerhard Schweiger vom Militärkommando Steiermark.

Aus dem Video-Archiv: Nun soll ein "stachelloser G7-Zaun" an die Grenze

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