12.12.2007 17:01 |

Leise & diskret

Hitman: Blood Money

Eidos und IO Interactive haben bereits den vierten Teil der Hitman-Reihe veröffentlicht. Als Spieler schlüpft man abermals in die Rolle des wohl besten Auftragskillers der Welt - Agent 47 aka Hitman. In der Rolle des glatzköpfigen Agenten mit dem Barcode am Hinterkopf gilt es erneut, die verschiedensten Missionen zu erledigen - sauber und diskret, versteht sich.

Nach der Installation des Spieles startet das Game gleich mit einer sehr netten Film-Sequenz: Während aus den Boxen Schuberts Ave Maria ertönt, erspäht man eine vor einem Sarg sitzende Trauergemeinde. Wer hier allerdings zu Grabe getragen wird, darüber wird der Spieler im Unklaren gelassen. Dafür erfährt der Spieler in der nächsten Sequenz allerdings den Grund für sein mörderisches Tun: Auf einem Jahrmarkt stürzt ein Riesenrad durch eine gewaltige Explosion in sich zusammen und begräbt einen kleinen Jungen unter sich.

Der Schmerz sitzt tief, weshalb der Vater des Sohnes zum Telefon greift. Hier kommt der Hitman ins Spiel: Er soll die verantwortlichen Attentäter ausfindig machen und...aus der Welt schaffen. Das ist die erste Mission des Hitman und zugleich das Traininglevel, bei dem einem alle neuen Features vorgestellt werden. Beispielsweise das automatische Klettern: Sobald der Hitman gegen eine Leiter oder ähnliches läuft, klettert er automatisch hinauf oder hinunter. Springen per Tastendruck kann der Hitman im vierten Teil der Killer-Saga allerdings immer noch nicht, was sehr gewöhnungsbedürftig ist, weil einiges an Interaktivität verloren geht.

Am Spielprinzip von "Hitman: Blood Money" hat sich auch im vierten Teil der Saga nicht viel geändert. Immer noch gilt es zu beobachten, auszukundschaften, Wachleute leise zu beseitigen und den Aufenthaltsort der Zielperson ausfindig zu machen. Ein ordentlich ausgearbeiteter Plan ist das A und O, um unbemerkt an sein Opfer heranzukommen und es auch ebenso diskret zu beseitigen.

Welche Mittel der Agent zur Erfüllung seiner Mission einsetzt, bleibt ihm dabei weitestgehend selbst überlassen. Bei den 13 Missionen gibt es immer verschiedene Lösungswege, die zum Ziel führen und die Opfer ins Leichenschauhaus. Der klassische Tod durch Vergiften ist ebenso erlaubt wie das Sprengen eines Kronleuchters, der natürlich genau auf das Opfer fällt. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Natürlich bedient sich Hitman im vierten Teil auch wieder einiger Hilfsmittel, um schnell und unerkannt voranzukommen. Wie bei den Vorgängern von "Blood Money" kann man auch hier wieder die Kleidung erledigter Wachleute anziehen und sich somit gut tarnen. Allerdings sollte man die Leichen der erledigten Wachleute verschwinden lassen, werden die Toten nämlich gefunden, machen sich die Kollegen auf die Suche - spätestens dann wird es für den Auftragskiller brenzlig.

Das Equipment des Hitman lässt das Herz eines jeden Profikillers höher schlagen. Von der klassischen Klaviersaite über Pistolen mit Schalldämpfern bis zum Scharfschützengewehr oder Baseballschläger – hier gibt es alles. Zudem dürfen nach einer absolvierten Mission die Waffen verbessert, zum Beispiel mit einem größeren Magazin, oder Medikamente gekauft werden. Wer seine Aufträge lautlos und gut erledigt, ohne dabei Zeugen zu hinterlassen, bekommt mehr Geld. Wer weniger gründlich arbeitet, der muss in die Tasche greifen und Augenzeugen bestechen.

Fazit: In Sachen Gameplay setzt "Hitman: Blood Money" auf Altbewährtes, weiß aber dank guter KI sowie abwechslungsreichem Level- und Missionsdesign trotz allem zu überzeugen. Auch grafisch kann "Hitman" auf der ganzen Linie überzeugen - vorausgesetzt man hat einen PC mit genügend Power und einer fetten Grafikkarte. Soundeffekte, Synchronstimmen und Musik des Games vervollständigen den positiven Gesamteindruck. 

Plattform: PC (getestet), Xbox 360, Xbox, PS2
Publisher: Eidos
Krone.at-Wertung: 86%

von Andreas Graf

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