Exotische Premiere

Kenia dank Mädel aus OÖ vor Debüt im Ski-Weltcup!

Sport
22.09.2015 16:29
Bereits in einem Monat beginnt auf dem Rettenbachferner über Sölden mit dem Damen-Riesentorlauf der Ski-Winter 2015/2016 – es könnte eine Saison werden, in der es zu einer höchst exotischen Premiere kommt: Wenn Sabrina Simader trainiert, trifft sie regelmäßig die großen Stars. Etwa Marcel Hirscher. Oder Max Franz. Wie die bereitet sie sich im Trainingszentrum von Gernot Schweizer hoch über Abtenau auf den Winter vor. In dem sie für eine wahrlich exotische Premiere sorgen könnte: Als erste Weltcup-Starterin für Kenia!

Für jenes Land Afrikas, in dem es selbst in den Bergen, die bis zu 1800 Meter hoch sind, kaum je unter zehn Grad hat. Dennoch war Sabrina, die im April erst 17 wurde, etwa heuer schon Siebente der deutschen Abfahrts-Meisterschaften. Klingt fast unmöglich, ist aber Tatsache. Sie wurde am 13. April 1998 in Kilifi in Kenia geboren. Nach der Trennung ihrer Eltern kam sie mit der Mutter im Alter von drei Jahren nach Österreich.

"Ich bin mit irrsinniger Freude gefahren"
In St. Johann am Wimberg in Oberösterreich. Dort fand die Mama eine neue Liebe, Und bald zeigte der Stiefvater Sabrina, wie man Ski fährt. "Am Anfang", erinnert sie sich in akzentfreiem oberösterreichischem Dialekt, "waren die anderen Mädchen schneller als ich. Aber ich wollte immer gewinnen, bin mit irrsinniger Freude gefahren – und so bald Vereinsmeisterin geworden."

Sabrina Simader (Bild: "Krone")
Sabrina Simader

Schicksalsschlag durch Tod des Stiefvaters
Später besuchte sie die Skihauptschule Schladming, wurde 2012 steirische Meisterin in Super-G, Riesentorlauf und Kombination. Erfolgserlebnisse, die allerdings von einem schweren Schicksalsschlag überschattet werden sollten. Im gleichen Jahr verstarb ihr Stiefvater, der gleichzeitig ihre wichtigste sportliche Bezugsperson gewesen war und oft nächtelang ihre Ski im Keller präpariert hatte.

Den sportlichen Weg ging sie mit Privattrainer Christian Reif, langjähriger Freund des Vaters, dennoch weiter. Bereits im ersten FIS-Jahr sammelte sie wichtige Punkte. Und könnte somit schon im Laufe der kommenden Saison für Kenias Weltcup-Premiere sorgen. "Auf jeden Fall will ich mich für die WM 2017 und die Olympischen Spiele 2018 qualifizieren", sagt sie selbstbewusst, "und in zehn Jahren sehe ich mich im Weltcup konstant in den Top 5. "Ziele, die gar nicht exotisch klingen. Aber bei Trainingskollegen wie Hirscher oder Franz kommt das auch wenig überraschend.

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(Bild: KMM)



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