Do, 21. Juni 2018

Strenge Sitten

29.06.2015 21:13

"Sex-Polizei" in der Zeltstadt von Wimbledon

Im Wimbledon Park herrschen bei den Camping-Freaks strenge Sitten – wer zu viel trinkt oder zu laut stöhnt, wird mit dem Rauswurf bestraft.

Vor dem drei Meter hohen Eisentor stehen zwei Wächter mit grimmigem Blick. Und zeigen auf ein angebrachtes Schild: "Ab 22 Uhr sind alle Eingänge geschlossen!" Keiner kommt rein, keiner darf raus. Bei den Camping-Freaks im Wimbledon Park herrschen strenge Sitten. Die Ticket-Jäger nehmen viel in Kauf, um bei den Matches auf dem "heiligen Rasen" live dabei sein zu dürfen.

Zelte im Zehn-Zentimeter-Abstand
Die Zelte müssen exakt in einer Reihe stehen, der Abstand soll nicht mehr als zehn Zentimeter betragen, und es darf nicht gegrillt werden. Wer zu tief ins Glas schaut, hat gute Chancen, dass er gleich vom Camping-Platz fliegt.

Sogar eine eigene "Sex-Polizei" kontrolliert in der Nacht die Gänge zwischen den Zelten. Der Auftrag: lautes Stöhnen zu unterbinden! Der Strafenkatalog reicht von Ermahnung bis zu satten Geldstrafen. Im schlimmsten Fall folgt sogar der Rauswurf.

Eigener Rasen-Grand-Slam im Park
Doch die meisten Wimbledon-Fans fallen am Abend sowieso hundemüde ins Bett. Wenn sich die Briten nicht gerade um Karten anstellen, veranstalten sie im Park ihren eigenen Rasen-Grand-Slam. "Wir haben alles mit. Das Netz, Schläger, Bälle, sogar Linien können wir ziehen", erzählt Tennis-Fan Charlie aus Brighton, "bei unserem Turnier kann jeder einsteigen."

Daneben machen kleine Buben in Trikots von Chelsea, Manchester City und Arsenal ein Kickerl, 50 Meter weiter duellieren sich deren Eltern bei einer Cricket-Partie. "In anderen Ländern ist Tennis nur eine Sportart", erklärt Großbritanniens Olympiasieger Andy Murray, "in England hingegen eine Angelegenheit für die ganze Familie."

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