Mo, 25. Juni 2018

Nur mehr lebenslang

17.04.2006 16:02

Arroyo begnadigt alle Todeskandidaten

Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo hat anlässlich des Osterfestes alle Todesurteile in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Zurzeit sitzen auf den Philippinen 1205 Menschen in Todeszellen. Die meisten von ihnen sind wegen Vergewaltigung, Mord und Entführung mit Lösegeldforderung verurteilt worden.

Seit dem Amtsantritt von Arroyo als Präsidentin im Jahre 2001 ist kein Todesurteil mehr vollstreckt worden. Die Todesstrafe war in den Philippinen im Jahre 1987 abgeschafft und 1994 wegen einer Reihe sehr schwerer Verbrechen wieder eingeführt worden. Danach wurden sieben Menschen durch eine Giftinjektion hingerichtet.

Vorwürfe, sie wolle sich mit Kirche gut stellen
„Jeder, der fällt und Fehler begeht, hat die Chance aufzustehen und das Unrecht, das er begangen hat, wieder gut zu machen“, sagte Arroyo in ihrer Botschaft. Sie wies Vorwürfe zurück, sie habe ihre Entscheidung aus politischem Kalkül getroffen um sich mit der katholischen Kirchte gut zu stellen.

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