Die direkt dem Innenministerium unterstellte Einheit BIA (Büro für interne Angelegenheiten) soll nun, wie berichtet, Licht in das Dunkel der "Rotlicht-Blaulicht-Affäre" bringen.
Immer wieder ärgerten sich die Fahnder, die tagelang Einsatzpläne für Razzien vorbereiteten, dass ihre Pläne offensichtlich kurz vor dem Zugriff "verpfiffen" wurden. Nicht selten rühmen sich manche Lokalbesitzer über ihre guten Kontakte zur Polizei.
Seit Jahren wunderte man sich bei manchen Nachtlokalen, wie auffallend gut ihre juristischen Konstruktionen sind. Trotz anwesender Damen ist ihnen rein rechtlich kein Bordellbetrieb vorzuwerfen. Ein Fahnder: "Es ist zwar vieles moralisch eine Sauerei, aber juristisch ist der Nachweis schwer."
Die Einsatzgruppe BIA leitet zurzeit wegen Verdacht des Amtsmissbrauchs in Wien eine Untersuchung gegen eine Hand voll Beamte, unter ihnen soll auch ein leitender Kriminalist sein. Das BIA hat oft damit zu kämpfen, dass auch Anschuldigungen an es weitergeleitet werden, die sich als "Vernaderungen" darstellen, vor allem wenn Postenbesetzungen unmittelbar bevorstehen. In 50 Prozent der Fälle stellt sich dann die Schuldlosigkeit des oder der Betroffenen heraus.
Text: Erich Schönauer, Kronen Zeitung
Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.