Sa, 21. Juli 2018

Shabaab-Miliz

28.03.2015 10:20

Tote bei Islamisten-Anschlag auf Hotel in Somalia

Bei einem Anschlag radikaler Islamisten auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu mit stundenlanger Belagerung des Gebäudes sind mindestens 14 Menschen getötet worden. Wie Innenminister Mohammed Abdi Hayr Mareye am Samstag mitteilte, sei unter anderem auch der somalische Botschafter in der Schweiz unter den Opfern.

Die Shabaab-Extremisten hatten am Freitag zunächst eine Autobombe vor dem von Diplomaten und Geschäftsleuten frequentierten Maka-al-Mukarama-Hotelgezündet. Anschließend drangen bis zu sechs Kämpfer in das Gebäude ein und töteten dort mehrere Menschen. Sicherheitskräfte umstellten das Hotel und drangen in das Gebäude vor.

Am Freitag hieß es zunächst, die Sicherheitskräfte hätten das Hotel unter ihre Kontrolle gebracht. Die Annahme stellte sich allerdings als voreilig heraus. "Der Einsatz zur Tötung der Angreifer hat die ganze Nacht angedauert", sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Erst am Morgen sei der letzte Extremist getötet worden.

Verbindungen zur Al-Kaida
Die Al-Shabaab-Miliz hat Verbindungen zur Terrororganisation Al-Kaida. Sie sorgt seit Jahren in Somalia für Angst und Schrecken, auch wenn sie zuletzt nach einer Militäroffensive der Afrikanischen Union und durch US-Drohnenangriffe in die Defensive geraten ist. Sie will die Regierung stürzen und die Sharia einführen.

Auch im benachbarten Kenia und in anderen Ländern hat sie Anschläge verübt. 2011 wurde sie von einer afrikanischen Friedenstruppe aus Mogadischu verdrängt. Seitdem hat sie sich auf eine guerilla-ähnliche Taktik verlegt. Hotels gehören regelmäßig zu Al-Shabaabs Anschlagszielen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.