Job-Troubles

Land stoppte auch Böhms Kreisverkehr

Wer zwei Jobs hat, hat zwar doppelt so viel Geld, aber auch doppelt so viel Troubles: Nachdem der Paschinger Bürgermeister Fritz Böhm vom Land wegen Betrugs, Untreue und Amtsmissbrauchs angezeigt wurde, hat ihm das Land nun auch die Verlängerung seiner Ortsumfahrung verboten, den Stau vor seinem Kreisverkehr verlängert.

Das Linzer Oberlandesgericht hat noch vor Prozessbeginn die Schadenssumme um 140.000 Euro reduziert, doch der Porsche-Fahrer soll noch immer um 416.000 Euro zu viel kassiert haben: Als Pensionist monatlich 2000 Euro, als Bürgermeister 5500 Euro und als Geschäftsführer der 90-prozentig gemeindeeigenen Straßenfinanzierungs-GmbH 3000 Euro. Diese Firma hat zwar nur vier Millionen verbaut, aber eine halbe Million an Böhm bezahlt, kritisierten Rechnungshof und Gemeindeaufsicht das fürstliche Salär des Ortskaisers als unangemessen.

„Falsch“, kontert Böhm: Die Relation zwischen Bau- und Lohnsumme stimme nur deshalb nicht, weil die zweite Hälfte seiner Umfahrungsstraße boykottiert werde, die neun Millionen kosten würde. Er liegt deshalb im Clinch mit der Nachbargemeinde Leonding und der Straßenverwaltung der Landesregierung: Der geplante doppelstöckige Kreisverkehr auf der Flughafenkreuzung bekommt keine Zustimmung, obwohl laut Gemeinderatsbeschluss verordnet. Und obwohl Pasching dem Land 2,5 Millionen Euro Zuschuss angeboten habe. Das derzeitige Ringelspiel sei zwar zur Gänze vom Land bezahlt, aber viel zu klein geplant und gebaut worden: „Deshalb gibt´s dort jede Menge Stau“, klagt Böhm.

 

 

Foto: Erich Petschenig

Samstag, 15. Mai 2021
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