Einst waren der niederösterreichische Verleger Philipp Ita und Andrea Kdolsky ein Paar. Ihre Freundschaft überstand auch ihre Trennung, war für Außenstehende stets eine sehr innige. Umso emotionaler fällt der Abschied von seiner Intima aus, die am Mittwoch den Kampf gegen den gemeinen Krebs verloren hat.
Groß ist die Trauer und die Anteilnahme über den viel zu frühen Tod der ehemaligen Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky. Am Mittwoch verlor sie den Kampf gegen den Krebs – vor drei Jahren war sie mit der Diagnose an die Öffentlichkeit gegangen. Sie tat es aber nicht, um Mitleid zu erhaschen, sie wollte anderen Betroffenen Mut machen. Das ist auch die feste Überzeugung von Philipp Ita. Der Verleger und Manager und die Medizinerin waren ab 2007 acht Jahre lang ein Paar. Man trennte sich in Frieden, viel mehr hielt die Freundschaft der beiden bis zum Schluss. Auch mit seiner Ehefrau Claudia, die ebenso engen Kontakt zu Kdolsky bis zuletzt hatte.
Eine Frau mit Ecken, Kanten und Meinung
Umso berührender erscheinen dann auch die Worte, die er zum Abschied für seine Intima findet, als er öffentlich auf Facebook schreibt: „Dr. Andrea Kdolsky war vieles: Ärztin, Politikerin, Managerin, Autorin, engagierte Kämpferin und eine Frau, die Verantwortung und auch den Diskurs nie gescheut hat.“ Sie gab vielen eine Stimme, die keine hatten. Benannte Probleme stets direkt und ohne Umschweife. Eine Frau mit Ecken, Kanten und einer Meinung.
Und so schreibt er weiter: „Die vergangenen drei Jahre waren von einem Kampf geprägt, den Andrea mit außergewöhnlichem Mut geführt hat. Ihre Krebserkrankung machte sie öffentlich. Nicht, um Mitleid zu bekommen, sondern um anderen Erkrankten Mut zu machen. Sie sprach offen über ihre Krankheit, über die schwierigen Momente, über Hoffnung und über das Leben mit der Diagnose. Mut, den sie selbst bis zuletzt hatte.“
Geht es nach Ita, dann trifft es nicht ganz so zu, wenn man sagt, dass Andrea Kdolsky den Kampf gegen den Krebs verloren hat: „Denn was bleibt, ist weit mehr als die Erinnerung an ihre Krankheit. Es bleiben ihre Energie, ihr Lachen, ihre Haltung, die vielen schönen und lustigen Stunden – und ihre Menschlichkeit.“
Trauer um eine Freundin
Zuletzt wird er besonders emotional, nimmt die User mit auf seine gedankliche Reise: „Andrea, in deinen letzten drei Jahren hast du uns gezeigt, was es bedeutet, selbst in schwersten Zeiten mutig, optimistisch und zuversichtlich zu bleiben. Deine Stimme wird fehlen. Aber sie wird nicht verstummen.“
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