Sa, 20. Oktober 2018

Kampls Rundumschlag:

15.12.2014 07:49

"Rapid: Kein Fußball, Schiri: Totale Katastrophe"

Salzburgs "Europacup-Fluch" ist offenbar nicht zu besiegen. Wieder einmal verloren die "Bullen" nach einem furiosen Auftritt in der Europa League – diesmal gegen Rapid, wenn auch unglücklich. Und (nicht nur) für Super-Techniker vor allem wegen zweier Gründe: Rapids Weigerung Fußball zu spielen und eines katastrophalen Schiedsrichters. Alle Tore, Highlights und umstrittenen Schiri-Entscheidungen können Sie im Vide oben begutachten.

Sichtlich grantig stellte sich Kampl unmittelbar nach Abpfiff dem TV-Reporter am Spielfeld. Der Frust über die 1:2-Niederlage, die Rapids Beric erst in der 94. Minute fixiert hatte, saß tief - und purzelte ungeschminkt aus dem Mund des an sich so eloquenten Super-Technikers.

Sündenbock Nummer eins: der Gegner. "Immer nur hohe Bälle nach vor - was Rapid gemacht hat, war nicht Fußball", stammelte Kampl.

Sündenbock Nummer zwei: der Schiedsrichter. "Der war eine totale Katastrophe, das muss man einfach so sagen."

Auch Sabitzer sauer
In eine ganz ähnliche Kerbe schlug übrigens Marcel Sabitzer, der nur vier Minuten nach Rapids 1:0-Führung den zwischenzeitlichen Ausgleich für die "Bullen" erzielt hatte. "Der Schiedsrichtger hatte das Spiel zu keinem Zeitpunkt unter Kontrolle", murmelte der Ex-Rapidler.

Und selbst Trainer Adi Hütter meinte: "Das war eine sehr schlechte Schiedsrichterleistung. Er hatte nie Souveränität ausgestrahlt."

Vor allem die - durchaus vertretbare - Entscheidung, Abwehrrecke Ramalho in der 23. Minute mit Gelb-Rot vom Feld zu schicken, dürfte die Salzburger auf die Palme gebracht haben. "Für mich war das überzogen", so Hütter. Zu zehnt hielten seine "Bullen" dann aber immerhin 80 Minuten lang ein 0:0 und kämpften sich nach Berics Führungstreffer sogar noch zurück.

Rangnick: "Zu zehnt 70 Minuten überlegen"
Sportdirektor Ralf Rangnick spitzte zu: "Wir waren zu zehnt 70 Minuten lang überlegen. Daher ist die Enttäuschung über diese Niederlage sehr groß."

Etwas differenzierter fiel da schon die Analyse von Trainer Hütter aus. "In den ersten 20 Minuten sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Rapid war aggressiver und aktiver. Das 1:2 war sehr unglücklich. Rapid hat die Sache gut gemacht. Wir haben zu wenig gute Lösungen gefunden, sind zu wenig in die Tiefe gekommen", so Hütter, der trotzdem zufrieden in die Winterpause geht. Immerhin: "Die Niederlage kann den guten Herbst allerdings nicht mindern."

"Europacup-Fluch" bleibt
2:3 gegen Sturm, 2:3 gegen die Austria, 1:4 gegen Altach – und 1:2 gegen Rapid. Nach Auftritten in Europa schwächelt Salzburg - wenn auch diesmal unter "Mithilfe" des Schiris - in der Liga. Das blieb auch am Sonntag so.

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