Wieder in der „Arche“

Heimweh: Hund rannte allein ins Tierasyl zurück

Steiermark
10.08.2026 17:24

Fast ein Jahr lang war der Hund „Bud“, der schon Schreckliches erlebt hatte, in der Grazer „Arche Noah“, bevor er jetzt auf einen guten Platz vermittelt wurde. Doch der Vierbeiner riss aus – und kehrte allein ins Heim zurück ...

Hinter „Bud“ liegen schwere Zeiten: „Er stammt aus einer Vermehrerzucht im Ausland, wo er wirklich unter schrecklichen Bedingungen gehalten wurde“, weiß Katharina Gründl, Sprecherin der „Arche Noah“. „Über Umwege ist er zu uns gekommen. Und war mehrere Monate da, fast ein Jahr lang.“ 

Im Heim hätten sich Pfleger sehr mit ihm beschäftigt, dem schreckhaften, sehr ängstlichen Schäfermix wieder Ruhe und ein sicheres Umfeld vermitteln können. So weit, dass er vermittelt werden konnte. „Er kam vor eineinhalb Wochen zum Probewohnen zu einer Familie in der Nähe“, so Gründl. „Und machte dort auch Fortschritte, die Familie hat sich wirklich sehr um das Tier bemüht. Wir hatten ein richtig gutes Gefühl.“

Doch: Ein lautes Geräusch in der Wohnung ließ „Bud“ in Panik verfallen, „und er sprang durch ein offenes Fenster ins Freie. Das kann trotz aller Vorkehrungen auch erfahrenen, liebevollen und verantwortungsbewussten Haltern passieren, leider.“

Der herzige kleine Ausreißer
Der herzige kleine Ausreißer(Bild: Aktiver Tierschutz)
Der herzige kleine Ausreißer
Der herzige kleine Ausreißer(Bild: Aktiver Tierschutz)

Dreitägige Suche
Diese suchten auch intensiv nach dem Hund, die Polizei wurde eingeschaltet, drei Tage lang dauerte das große Bangen um den Vierbeiner, der spurlos verschwunden blieb. Und dann: „Er stand einfach wieder auf unserem Gelände, im hinteren Bereich der Arche“, so Gründl. „Unversehrt, unverletzt. Er hat offenbar selbst über einige Kilometer wieder hierher zurück gefunden und ist selbstständig hergerannt. Zum Glück ist ihm nichts passiert!“

Katharina Gründl, Arche-Sprecherin
Katharina Gründl, Arche-Sprecherin(Bild: Arche Noah)

Der Hund bleibt jetzt in der Arche, „bis er wieder völlig zur Ruhe kommt. Doch die Familie, die sich sehr um das Tier bemüht und alles unternommen hat, um es zu finden, bleibt mit uns in Kontakt.“ 

Vielleicht gibt es ja noch ein Happy End ...

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