09.02.2006 12:16 |

Rauchverhalten

Hohe Zigarettenpreise schrecken Raucher nicht

Österreicher stehen dem Thema Mindestpreise für Zigaretten offenbar gespalten gegenüber. Bei einer Umfrage lehnte eine knappe Mehrheit von 44 Prozent einen amtlich festgesetzten Mindestpreis ab, während 40 Prozent dafür sind. Weiteres Ergebnis der Umfrage von Infoscreen und OGM: Raucher lassen sich von hohen Preisen nicht vom blauen Dunst abbringen.

Sieben von zehn Österreichern (73 Prozent) sind der Ansicht, dass die Höhe des Zigarettenpreises keine Auswirkung auf das Verhalten von Rauchern hat. Nur 22 Prozent glauben, dass bei höheren Preisen auch weniger geraucht würde. Der Rest machte keine Angaben.

Der Einführung eines Mindestpreises für Zigaretten stehen insbesondere Männer und Befragte unter 30 Jahren kritisch gegenüber, zeigt die Anfang der Woche durchgeführte Befragung unter 500 Personen. 16 Prozent der Österreicher haben sich noch keine Meinung zu diesem Thema gebildet.

Regierung plant Mindestpreis
Seit Jahresbeginn ist Bewegung in die heimischen Zigarettenpreise gekommen. Mehrere Anbieter haben ihre Preise gesenkt, darunter auch der Marktführer Austria Tabak. Die Regierung plant die Einführung eines amtlichen Mindestpreises, die schon im März kommen könnte. Eine solche Preisuntergrenze soll einerseits Jugendliche nicht zum Rauchen verleiten und andererseits die Einnahmen aus der Tabaksteuer sicherstellen. Die EU hat bei Einführung eines Mindestpreises mit einem Vertragsverletzungsverfahren gedroht.

Sonntag, 20. Juni 2021
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