Die massive Trockenheit der vergangenen Wochen und die unergiebigen Regenfälle haben weiterhin an Österreichs Grundwasserpegeln gezehrt. 90 Prozent sind derzeit niedrig bzw. sehr niedrig. Auf die großflächige Versorgung der Bevölkerung mit Wasser hat das aber keine Auswirkungen, will man beim Umweltministerium beruhigen. Engpässe können aber auftreten – und vor allem regional muss mit Einschränkungen gerechnet werden.
„Die Situation ist angespannt, und zu Spitzenzeiten, also wenn gleichzeitig besonders viel Wasser entnommen wird, können Engpässe auftreten. Die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser hat oberste Priorität“, so das Umweltministerium.
Kommt es regional zu Versorgungsengpässen, verfügen zunächst die Gemeinden über die wichtigsten Instrumente. Auf Grundlage ihrer Wasserleitungsordnungen können sie den Wasserverbrauch einschränken oder bestimmte Nutzungen untersagen, wenn dies zur Sicherung der Trinkwasserversorgung erforderlich ist.
Verbrauchsspitzen senken
In der Praxis betrifft dies meist zunächst nicht notwendige Wasserverwendungen wie Gartenbewässerung oder das Befüllen von Swimmingpools. Ziel solcher Maßnahmen ist es, Verbrauchsspitzen zu senken und ausreichend Wasser für den Haus- und Wirtschaftsbedarf bereitzustellen.
Für außergewöhnliche Situationen enthält das Wasserrechtsgesetz zusätzliche Bestimmungen. Die Bezirksverwaltungsbehörde kann demnach bei einem vorübergehenden, dringenden Wassermangel Maßnahmen anordnen, um den notwendigen Haus- und Wirtschaftsbedarf der Bevölkerung sicherzustellen.
Ausbau des Leitungsnetzes
„In Österreich können wir kristallklares Trinkwasser direkt aus der Leitung trinken. Das ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP). Österreich investiere seit Jahrzehnten konsequent in Brunnen, Quellfassungen und den Ausbau des Leitungsnetzes. Darüber hinaus stelle das Umweltministerium mit dem „Trinkwassersicherungsplan“ sicher, dass Österreich auch in herausfordernden Situationen zuverlässig mit Trinkwasser versorgt werden kann.
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