18.01.2006 10:37 |

18 Monate danach

Auf Schülerin geschossen - Täter gefasst

Ein 28-jähriger Mann konnte eineinhalb Jahre nach einem Schussattentat auf eine Schülerin in Vöcklabruck in Oberösterreich nun ausgeforscht und festgenommen werden. Er hatte 2005 außerdem versucht, eine Frau zu vergewaltigen. Der Täter ist in beiden Fällen geständig, berichtete Sicherheitsdirektor Alois Lißl am Mittwoch.

Der 28-Jährige hat den Frauen eigenen Angaben zufolge "einen Schrecken einjagen" wollen. Im Juli 2004 war eine 18-jährige Schülerin auf dem Heimweg von einem Lokal von dem Mann angeschossen worden. Er feuerte mehrmals in ihre Richtung, sie wurde am Oberarm getroffen und rannte davon.

Profiler am Werk
Am Tatort konnten die Ermittler Hautpartikel sicherstellen. Am Ort der versuchten Vergewaltigung fanden sich ebenfalls DNA-Spuren. Beim Vergleich der beiden Proben "schrillten die Alarmglocken", man musste von einem Wiederholungstäter ausgehen, sagte Lißl. Kriminalpsychologe Thomas Müller wurde eingeschaltet, der ein Täterprofil erstellte. Demnach war der Mann, ein Einzelgänger im Alter zwischen 20 und 40 Jahren, sehr viel unterwegs - bis zu 50.000 Kilometer im Jahr.

Schlinge der Polizei zog sich zu
Im Bezirk Vöcklabruck wurden daraufhin mehrere in Frage kommende Personen überprüft, berichtete Lißl. Bei dem 28-Jährigen wurde schließlich ein DNA-Probe entnommen, die mit den an den Tatorten sichergestellten Hautpartikeln übereinstimmte. Damit stand fest, dass es sich bei ihm um den Täter handelt. In seiner Wohnung fanden die Kriminalisten u.a. ein Messer und eine Sturmhaube.

Montag, 21. Juni 2021
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