14.06.2014 09:58 |

Nach Kurz-Sagern

Erdogan-Partei: Österreich muss sich entschuldigen

Die angekündigte Wahlkampfrede von Türken-Premier Recep Tayyip Erdogan in Wien ist weiterhin heftig umstritten: Von der FPÖ bis zu den Grünen waren seit Bekanntwerden der Pläne des islamisch-konservativen "Sultans" kritische Töne zu hören, zuletzt hatte auch ÖVP-Minister Sebastian Kurz eine deutliche Warnung an Erdogan ausgesprochen. Dessen Partei AKP fordert nun eine Entschuldigung.
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"Ich warne den Premierminister, er darf hier keinen Keil in die österreichische Gesellschaft treiben. Falsche Worte können viel Schaden anrichten und das Klima in Österreich vergiften", hatte Außen- und Integrationsminister Kurz dem türkischen Staatschef unter anderem via "Krone" ausrichten lassen (siehe Infobox).

Metin Külünk, Erdogan-Getreuer und hochrangiger Parlamentarier der türkischen Regierungspartei, wetterte nun dazu auf Twitter, dass sich Österreich für diese Aussagen zu entschuldigen habe. Kurz sei übers Ziel hinausgeschossen, meinte Külünk in einem seiner zahlreichen Web-Kommentare zur tragenden Rolle der Türken in Europa.

"Auftritt unpassend"
Außenminister Kurz scheint das allerdings wenig zu beeindrucken: "Ich habe niemanden beleidigt, deshalb muss ich auch niemanden um Verzeihung bitten", erklärte der Minister der "Presse" und betonte: "Als offizieller Gast ist Erdogan immer willkommen. Doch ein Wahlkampfauftritt im Ausland ist unpassend."

Erdogans "Show" im Vorfeld der türkischen Präsidentschaftswahlen im Ausgust soll am 19. Juni von 14 bis 17.30 Uhr in der Wiener Albert-Schultz-Halle vor Tausenden in Österreich lebenden - und in der Türkei wahlberechtigten - Türken über die Bühne gehen.

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