Grazer Theaterfestival

Dramatiker|Innen wollen die Welt neu verflechten

Steiermark
12.03.2026 15:00

Graz wird vom 26. bis 31. Mai wieder zum Nabel der aktuellen Theaterwelt: Das Dramatiker|Innenfestival von Dramaforum, TaO und Next Liberty lädt zu spannenden Produktionen, Gastspielen, Vorträgen, Diskussionen und Dramawalks. 

Unsere Welt ist aus den Fugen geraten. Alles, was in den vergangenen zwei Jahrhunderten gegolten hat – wie etwa die Überlegenheit der menschlichen Spezies – hat uns nur in den Abgrund geführt. Jetzt gilt es, neue Wege zu finden und die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen.

„Verflechten“ lautet das Motto des diesjährigen Dramatiker|Innenfestivals, das auf das enge Zusammenspiel von Mensch und Natur verweist. In diese Kerbe schlagen etwa Natascha Gangls Stück „Stauba little mindblow“, Espen Hjorts „Landschaft mit radioaktiven Hunden“ oder Nana Linds „The Human Gaze & The 6/9 Problem“.

An dieser Auswahl erkennt man auch die internationale Ausrichtung des Festivals, das heuer besonders viele EU-geförderte Koproduktionen und Gastspiele anzubieten hat.

Humorvolles, inklusives Theater zur Eröffnung
Zur Eröffnung ist das kluge und überaus unterhaltsame Gastspiel „Leichter Gesang“ von Nele Stuhler (Deutsches Theater Berlin und das inklusive Ramba Zamba Theater) zu erleben. Ein Stück, das die Metaphern der deutschen Sprache auf die Schaufel nimmt. Ebenfalls zu Gast sind Jeton Nezirajs aufwühlendes Stück „Prishtina. The Premeditated Killing of a Dream“ über das unkontrollierte Wachstum einer Stadt; oder Arad Dabiris humanistischer Appell „LebenLifeHayat!“ aus dem hessischen Marburg.

Uraufführungen steuern Navaridas & Deutinger mit „Unsmell“, Johannes Hoffmann mit „Hässliches Tennis“ und Lisa Horvath mit „Zoe“ bei. Und Stefan Wipplingers „Kri“, für das er den Retzhofer Jugend-Dramapreis bekommen hat, ist ebenfalls im Rahmen des Festivals zu sehen.

Das Next Liberty zeigt Stefan Wipplingers „Kri“
Das Next Liberty zeigt Stefan Wipplingers „Kri“(Bild: Lex Karelly)

Dem jungen Publikum ist überhaupt ein Schwerpunkt gewidmet, das gilt auch beim vielfältigen Diskursangebot, in dem man sich heuer nach neuen Narrativen umsieht. Und die beliebten „Drama Walks“ führen dieses Mal in den Botanischen Garten. KUG-Studierende geben da kurze Kostproben aus ganz neuen Stücken, die im Dramaforum erarbeitet werden. 

Budget heuer gesichert, Zukunft ungewiss
„Finanziell stehen wir heuer gut da“, betont Festivalleiterin Edith Draxl, dank der Budget-Erhöhung seitens der Stadt Graz. „Und zum Glück waren die Sponsoren, allen voran die Steiermärkische Sparkasse, heuer sehr großzügig“. Selbst Land und Bund haben vorerst noch nicht gekürzt. 

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