Er war damals vermutlich der schnellste Ortschef Österreichs, der mit Vorbereitungen und der Umsetzung von Glasfasertechnologie in seiner Gemeinde begonnen hat. Die Kommune im Waldviertel entwickelte sich in seinen 25 Amtsjahren aber auch als wahre Öko-Gemeinde stark. Dafür wurde Martin Bruckner nun hoch ausgezeichnet.
Schon 2003 begann Martin Bruckner in Großschönau im Bezirk Gmünd als vermutlich erster Ortschef Österreichs, Glasfasertechnik mitzuvergraben, die dann ein Jahr später in Betrieb ging.
Gleichzeitig machte sich der Waldviertler Ort bei erneuerbaren Energien mit Bioem, Sonnenplatz oder Sonnenwelt einen Namen im Ökobereich, die Bruckner stark unterstützte und federführend mitgestaltete. Im Vorjahr dankte der „Glasfaser- und Öko-Bürgermeister“ nach 25 Jahren als Ortschef ab. Martin Bruckner habe früh erkannt, dass die Zukunft des Waldviertels eng mit Energie, Nachhaltigkeit und vor allem regionaler Wertschöpfung verbunden sei, betonte Landesvize Stephan Pernkopf in lobenden Worten.
Mit Projekten wie der Biomassefernwärme, dem Passivhausdorf „Sonnenplatz“ oder der Sonnenwelt wurde die Gemeinde Vorreiter in Energie- und Umweltfragen. „Dabei ging es ihm nicht nur um Ideen oder Vorschläge, sondern immer auch darum, Dinge wirklich umzusetzen, selbst mitanzupacken und Projekte konkret auf den Boden zu bringen. So wurde Großschönau weit über die Region hinaus als Modellgemeinde für nachhaltige Energie und Regionalentwicklung bekannt“, betonte der Landeshauptfrau-Stellvertreter.
Von 1986 bis 2025 federführend
Für sein langes, führendes Wirken in vielen Vereinen und Organisationen von 1986 bis ins Vorjahr, wurde er nun ausgezeichnet. Etwa war er auch beim Verein Interkomm Waldviertel, dem grenzüberschreitendes Impulszentrum Lainsitztal, dem Verein Willkommen Nachbar im Wald- und Weinviertel, dem Verband der Dorf- und Stadterneuerung, dem Wirtschaftsforum Waldviertel, als Projektleiter bei Wohnen im Waldviertel, der Jugendtrachtenkapelle Großschönau, dem Singkreis Großschönau, der TDW Großschönau und dem Verein Sonnenplatz Großschönau tätig.
Keine Grenzen im Kopf
Nun wurde der 65-Jährige zum Ehrenbürger ernannt. Auch in der Gemeinde ist man sich einig: „Martin Bruckner prägte und prägt immer noch das Waldviertel und den ländlichen Raum. Denn er denkt über Gemeindegrenzen und auch über Grenzen im Kopf hinaus.“ Und er zeige, was man mit Einsatz, Zusammenarbeit und aus Liebe zum Land erreichen könne.
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