Stromnetz-Erneuerung

Grünes Licht für 280-Millionen-Projekt in Osttirol

Tirol
26.02.2026 07:00

Die „Südverbindung Lienz“ der Austrian Power Grid (APG) in Osttirol hat einen positiven Entscheid erhalten. Damit soll die Versorgungssicherheit sichergestellt werden. Der Widerstand gegen das 280-Millionen-Euro-Projekt war verhalten.

Das Projekt „Südverbindung Lienz“ der APG kann starten. Im Herbst des Vorjahres fand die mündliche Verhandlung der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) der Länder Tirol und Kärnten in Lienz statt. Nun gab es einen positiven Bescheid, die 220-kV-Leitung zwischen dem Umspannwerk Lienz bis Italien kann auf den neuesten Stand gebracht werden.

„Der Bescheid für die Südverbindung ist unser insgesamt siebentes, erfolgreich eingereichtes und genehmigtes UVP-Verfahren und bestätigt die hohe Qualität und Umsetzbarkeit unserer Trassenplanung“, sagt Gerhard Christiner, Vorstandssprecher der APG.

Zitat Icon

Der Bescheid für die Südverbindung ist unser insgesamt siebentes, erfolgreich eingereichtes und genehmigtes UVP-Verfahren.

Gerhard Christiner, Vorstandssprecher der APG

Lange Strecke erfordert viel Arbeit an Trassen
Durch das Projekt soll die Versorgungssicherheit steigen und der Zugang zu preisgünstigem Strom für Stromkunden gewährleistet werden. Der Aufwand bzw. die Maßnahmen für die Umsetzung sind enorm: Bis zur Staatsgrenze muss die Leitung auf einer Länge von rund 35 Kilometern neu errichtet werden. 30,7 Kilometer befinden sich auf Tiroler Boden, der Rest in Kärnten. In großen Teilen wird auf der bestehenden Trasse gebaut. Es gibt auch Optimierungen hinsichtlich des Abstands zu Siedlungsgebieten, zu Entwicklungsgebieten der Gemeinden und möglicher Naturgefahren.

Der Baustart erfolgt 2027, 2031 ist der Abschluss geplant. Die bestehenden Leiterseile werden durch moderne Bündel ersetzt, die die Übertragungsleistung erhöhen und das Knistern der Stromleitungen merklich reduzieren. Insgesamt investiert die APG 280 Millionen Euro.

Wenige Kritiker, die Stellung nahmen
Die Kritik am Projekt hielt sich in Grenzen. Brigitte und Thomas Amort aus Tristach, die von der Trassenführung direkt betroffen sind, nahmen zum Vorhaben Stellung. Sie sehen etwa eine massive Störung des Waldökosystems und eine Zerstörung des Jungwaldes. Zudem merkten sie an, dass eine Erdverkabelung nie eine Option war.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Tirol
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt