Der FC Red Bull Salzburg spielt im Kracher der 20. Runde und gleich beim Debüt von Trainer Daniel Beichler in einem neuen System im Vergleich zu den Vormonaten. Um eine Eintagsfliege dürfte es sich dabei nicht handeln.
„Ich habe eine klare Idee, wie es am Sonntag ausschauen soll.“ Das sagte Daniel Beichler bei der Pressekonferenz anlässlich seiner Vorstellung am vergangenen Mittwoch. Der Plan für das Topspiel beim LASK dürfte also bereits festgestanden sein. Viel mehr wollte er damals nicht verraten. Viermal trainierten die Bullen dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Wohl auch deshalb, weil der 37-Jährige sein Team heute in einer neuen Grundformation auf den Platz schickt – in einem 4-3-3!
„Müssen anders spielen“
Schon einmal wollte ein Trainer dieses System in Salzburg etablieren: Pep Lijnders. Der Niederländer scheiterte aber krachend bei den Bullen, wurde nach einer Halbsaison entlassen. Dessen Nachfolger Thomas Letsch probierte genannte Version nur hin und wieder aus. Die Idee verloren die Bullen aber nie aus den Augen. Und das liegt an der Person, die im Fußball-Imperium des Milliardenkonzerns seit etwas mehr als einem Jahr das Sagen hat: Jürgen Klopp!
Der deutsche Ex-Trainer perfektionierte das 4-3-3 beim FC Liverpool. Mit Spielern wie Mohamed Salah, Sadio Mane und Co. beendete er so die jahrelange Erfolglosigkeit der Engländer und gewann die wichtigsten Titel auf Vereinsebene. Eine mögliche Veränderung kündigte Klopp bei seinem Besuch im Österreich-Haus bei den Olympischen Spiele sogar selbst zwischen den Zeilen an: „Wir müssen anders Fußball spielen“, sagte der 58-Jährige, angesprochen auf die Entlassung von Letsch. Übrigens: Bei Schwesterklub Leipzig setzt man seit der Bestellung von Trainer Ole Werner mit der Saison 2025/26 ebenso auf die Klopp-Formation.
Auch Neuzugänge sprachen dafür
Auch zwei Neuzugänge sprechen für die neue Ausrichtung in Salzburg. Clement Bischoff und Damir Redzic haben ihre Stärken klar am Flügel. In dieser Tonart könnte es in der Sommer-Transferphase weitergehen. Sport-Geschäftsführer Marcus Mann hatte bereits gegenüber der „Krone“ angekündigt, den Kader umbauen zu wollen.
Apropos: Der Sportboss wird seinem neuen Trainer Beichler, dessen Vertrag bis Juni 2028 läuft, schon erklärt haben, wo es in den kommenden Jahren hingehen soll. Das setzte der Steirer gleich am Sonntag in die Tat um. Um eine Eintagsfliege dürfte es sich dabei nicht gehandelt haben.
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