Die Annenpassage nahe dem Grazer Hauptbahnhof steht seit Jahren leer, die Eingänge sind fest verschlossen. Nun wollen die Grazer Grünen dem „Geisterkeller“ eine neue Nutzung zuführen – als großräumige, wettergeschützte Fahrradgarage an einem der wichtigsten Mobilitätsknoten der Stadt.
Anno dazumal ein Fixpunkt für Graz-Besucher: ein Einkaufsbummel durch die Annenpassage. Doch die goldenen Zeiten sind seit vielen, vielen Jahren vorbei, der einst so beliebte Einkaufsort im Untergrund ist längst zum „Geisterkeller“ verkommen. Heute stehen sämtliche Läden leer, die Eingänge sind fest verschlossen.
Eine unterirdische Fahrradgarage würde Sicherheit für Radfahrer schaffen und bestehende Infrastruktur sinnvoll nutzen.

Vizebürgermeisterin Judith Schwentner
Bild: Christian Jauschowetz
Die Grazer Grünen sehen darin jedoch enormes Potenzial. Ihr Vorschlag: eine großflächige unterirdische Fahrradgarage. „Die Passage liegt an einem der wichtigsten Mobilitätsknoten der Stadt und steht seit Jahren leer“, betont Vizebürgermeisterin Judith Schwentner. Weitere Vorteile der Infrastruktur-Vision: Man würde bestehende Struktur sinnvoll nachnutzen, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln, zudem wären die Abstellplätze wettergeschützt.
Eigentümer winkt ab
Die List Group ist seit 2019 Eigentümer der Annenpassage. Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Wien hat sich auf Immobilien, Garagen, Hotels und Gastronomie spezialisiert. Mit ihrer Vision wurden die Grazer Stadtregierer bei den Verantwortlichen in der Bundeshauptstadt bereits vorstellig. „Um Möglichkeiten einer Nutzung im Sinne der öffentlichen Mobilität auszuloten – konkret eine Anmietung oder ein Ankauf für eine unterirdische Fahrradgarage“, heißt es dazu aus dem Büro der Vizebürgermeisterin. Allerdings: Bislang zeigte man sich nicht bereit, die Passage für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen.
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