Klub-Chef sauer!

Last-Minute-Transfer sorgt für Gesprächsstoff

Salzburg
08.02.2026 14:00

Die letzten Stunden des Transferfensters im Salzburger Unterhaus spitzten sich besonders im Pongau zu. Speziell die Verhandlungen um St. Johann-Neuzugang Chedi Afifeh sorgten für Gesprächsstoff. Der 21-jährige Tunesier trainierte am Mittwoch und Donnerstag bei Bischofshofen mit und entschied sich kurzerhand überraschend doch für den Rivalen.

„Ihm war es finanziell zu wenig. Dennoch konnten wir uns einigen. Während dem Gespräch waren wir aber schon skeptisch, wieso er so zögert und nervös war“, schilderte BSK-Boss Patrick Reiter, dessen Klub dem Stürmer ein Hotel und Teile des Fluges aus Brüssel bezahlte. „Klar kann man sagen, dass das das Geschäft ist. Ich halte das aber nicht für normal“, ärgerte sich das Kluboberhaupt. „Am Ende hat er sogar noch gefragt, ob wir ihm den Rückflug nach Belgien bezahlen könnten. Das ist völlig unvorstellbar.“

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Wir wussten absolut nicht, wo er ist!

BSK-Boss Patrick REITER

Besonders ärgert Reiter, dass der Spieler eigentlich schon zugesagt hatte. „Das Management von ihm hat auch gesagt, dass es passt. Dass er dann vom Mittagstisch aufsprang und für über zwei Stunden telefonisch nicht erreichbar war, hat uns natürlich stutzig gemacht. Wir wussten absolut nicht, wo er ist“, erklärte der Unternehmer, der auch das Vorgehen von Rivale St. Johann kritisierte. Am Montag soll deshalb ein treffen mit TSV-Obmann Josef Klingler stattfinden.

Patrick Reiter von St. Johann-Vorgehen enttäuscht
Denn dessen Interesse an Chedi Afifeh soll durch einen Anruf eines TSV-Funktionärs zufällig ans Tageslicht gekommen sein. „Einfach schade! Wir saßen vor zwei Monaten zusammen und haben eine Vereinbarung getroffen, uns gegenseitig nicht in Verhandlungen mit Spielern einzumischen. Wir waren uns alle einig! Offenbar gilt diese Vereinbarung jetzt nicht mehr und das ist niveaulos!“

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Er wurde uns kurzfristig von den Beratern angeboten, weil wir erfahren haben, dass der Transfer nach Bischofshofen wohl doch nicht klappen wird.

Bernhard KLETZL, Trainer TSV St. Johann

In St. Johann ist man über den späten Transfer glücklich und schildert die Geschehnisse anders. „Er wurde uns kurzfristig von den Beratern angeboten, weil wir erfahren haben, dass der Transfer nach Bischofshofen wohl doch nicht klappen wird. Wir haben in unserem Kader genau so einen Spieler gesucht und dann in der Kürze der Zeit ein paar Videos von ihm angeschaut und waren sofort überzeugt. Deshalb haben wir ihm auch gleich zugesagt und sind froh, dass er zu uns stoßen wird“, sagte Neo-Trainer Bernhard Kletzl, der Afifeh wohl am Mittwoch erstmals persönlich kennenlernen wird. 

Bekommt das fehlende Puzzleteil: St. Johann-Trainer Bernhard Kletzl.
Bekommt das fehlende Puzzleteil: St. Johann-Trainer Bernhard Kletzl.(Bild: Andreas Tröster)

Am Ende der Transferphase konnte Reiter dann aber doch noch grinsen. Mit Melih Akbulut fixierten die Pongauer am späten Freitagabend per Leihe einen Zweitligakicker aus Lustenau. Der 19-jährige Stümer stand in der laufenden Saison in fünf Zweitligapartien auf dem Platz und verbuchte zudem zwei Cup-Einsätze. „Wenn das eine nicht geht, klappt das andere. Wir sind froh, dass wir jetzt einen qualitativ wesentlich besseren Spieler bekommen haben.“

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