Bagger bedrohen ein Paradies bei Herzogenburg im Bezirk St. Pölten! Denn dort sollen mehr als 400 Hektar wertvolle Biotope einer großflächigen „Flurbereinigung“ zum Opfer fallen.
Es werden sinnlose Rückhaltebecken errichtet, wo erwiesenermaßen seit Jahrzehnten kein Hochwasser-Ereignis beobachtet wurde und wo erst unlängst ohnehin mit Millionen-Förderungen Speicher errichtet wurden. Die neue geradlinige Ackerstruktur lässt keinne Vielfalt zu. Kleinstrukturiertes Naherholungsgebiet wird unwiderruflich zerstört“, schlagen die Kommassierungsgegner Dr. Gerald Frauendienst und Richard Rydlo Alarm.
200 Grundbesitzer betroffen
Ihre Ökosorge gilt in der Tat einem besonderen Umweltjuwel – nämlich einem facettenreichen Gebiet im Bezirk St. Pölten zwischen Unterradlberg und der Ortschaft Ederding. In diesem Bereich liegen der Kölbling und der Hainerberg. Im Raum stehen im Rahmen des sogenannten Flurbereinigungsverfahrens, das 200 Grundbesitzer betrifft, unfreiwillige Grundstücksverkäufe sowie auch Abtretungen von Rainen und mehr.
Es ist zu befürchten, dass bald Bagger auffahren werden. Denn das Verfahren erlaubt eine sehr undemokratische Vorgangsweise.
Aktivist Gerald Frauendienst
Biomasse und Trafostation
Frauendienst und Rydlo befürchtet auch, dass das Bauernsterben befeuert würde. Ihr Argument „Die geplanten zukünftigen Ackerflächen können nur noch von Großbetrieben und -investoren etwa für Photovoltaik gekauft, gepachtet und bewirtschaftet werden.“ Ein Blick nach Zagging, wo schon großflächig Gründe zusammengelegt wurden, zeige was auf die noch unberührten Paradiese zukomme: „Die einzigen Landschaftselemente, die übrig geblieben sind, sind ein Biomassehaufen und eine Trafostation.“ Die Aktivisten rufen nun zum Widerstand gegen die Landschaftszerstörung auf: „Rettet den Kölbling und damit viele Tier – und Pflanzenarten!“
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