Eine Prämie über 40.000 Euro für den Leobner Holding-Chef sorgt für Wirbel. Nach der „Krone“-Enthüllung machen die NEOS die Causa zum Fall für den Landtag, die FPÖ ortet „Totalversagen der SPÖ“, auch die ÖVP wettert.
Eine brisante Causa kommt heute bei einer außerordentlichen Sitzung der Leoben Holding GmbH aufs Tapet. Wie die „Krone“ aufdeckte, soll dem Geschäftsführer der 100-Prozent-Stadttochter eine saftige Sonder-Prämie angewiesen werden: 40.000 Euro, und zwar „aufgrund außerordentlicher Leistungen“ wie „Aufbau und Veräußerung des Gewerbezentrums“. Kaum war dieser Geheim-Plan öffentlich, gingen politisch die Wogen hoch – auch, weil Leobens SPÖ-Bürgermeister Kurt Wallner schwieg und ankündigte, auf „Verrätersuche“ zu gehen.
Die NEOS machen die Causa nun zum Fall für den Landtag. Im Gespräch mit der „Krone“ kündigt Klubobmann Niko Swatek ein Antragspaket an, „um klare Regeln für stadteigene Unternehmen festzuschreiben“: „Künftig sollen Geschäftsführerverträge, Bonus- und Prämienregelungen sowie sonstige Sonderzahlungen verpflichtend offengelegt werden.“ Gemeinden dürften sich durch Auslagerungen nicht der Kontrolle entziehen, mahnt der Pinken-Chef: „Öffentliche Unternehmen sind kein Selbstbedienungsladen!“
FPÖ-Klubobmann: „Totalversagen der SPÖ“
Scharf auch die Reaktion der FPÖ. Klubobmann Marco Triller ortet ein „Totalversagen der SPÖ“ und des roten Stadtchefs: Wer ständig von finanziellen Herausforderungen spreche, gleichzeitig aber Tausende Euro für Sonderzahlungen verteile, verhöhne die Bevölkerung. „Leoben braucht keine Selbstbedienungsmentalität im Rathaus“, meint Triller.
Und die lokale ÖVP wettert auf Facebook: „Bonuszahlungen in dieser Größenordnung sind nicht nachvollziehbar. Gerade jetzt braucht es klare Prioritäten im Umgang mit Steuergeld.“
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