Viel zu wenig Schulassistenz für ihre Kinder: Das beklagen steirische Eltern und Schuldirektoren seit Monaten. Als Akutmaßnahme stellt das Land eine Million Euro für zusätzliche Sonderpädagogen zur Verfügung. Nun steht fest, wie die einzelnen Regionen davon profitieren.
Das Thema Schulassistenz polarisiert: Zum einen beklagen sich viele Eltern und Lehrer darüber, dass Kinder mit Beeinträchtigungen oder Entwicklungsverzögerungen zu wenig Unterstützung im Schulalltag erhalten. Zum anderen sind die Kosten für das Land und die Gemeinden in den vergangenen Jahren explodiert.
Eine Gesetzesnovelle soll nun den Aufgabenbereich der Schulassistenz klarer abgrenzen (was auch für Aufregung sorgt), zugleich gibt es als rasche Hilfe eine Million Euro zusätzlich für Sonderpädagogen. Ende Jänner, spätestens zu Beginn des Sommersemesters sollte das im Schulalltag bereits bemerkbar sein, so das politische Versprechen kurz vor Weihnachten.
Volksschulen brauchen am meisten Unterstützung
Wie ist nun der Stand der Dinge? „In Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion wurde eine Erhebung der Standorte, wo sonderpädagogisches Personal dringend benötigt wird, vorgenommen“, heißt es von FPÖ-Bildungslandesrat Stefan Hermann und ÖVP-Klubobmann Lukas Schnitzer. 52 Standorte wurden festgelegt, davon die meisten (25) im Zentralraum Graz. Auffallend: Volksschulen sind in der absoluten Mehrheit (43), dazu kommen sieben Mittel- und zwei Sonderschulen.
In Summe sind 460 zusätzliche Wochenstunden vorgesehen, das entspricht knapp 21 Vollzeitarbeitskräften. Falls Lehrer mit entsprechender Ausbildung an einem Standort verfügbar sind, können diese Stunden aufstocken. Zum anderen sollen „zeitnah“ Stellen ausgeschrieben oder Lehrer dienstzugeteilt werden. „Diese Maßnahme belastet die Gemeindebudgets nicht zusätzlich. Wir sind zuversichtlich, dass diese Schritte eine spürbare und unmittelbare Entlastung der Situation sicherstellen werden“, meinen Hermann und Schnitzer.
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