Kammerwahl 2026

Steirische Bauern: ÖVP klar vorne, FPÖ legt zu

Steiermark
25.01.2026 18:18

Die Landwirtschaftskammerwahl 2026, die ganz im Zeichen des Mercosur-Handelsabkommens gestanden war, ist geschlagen: Der schwarze Bauernbund bleibt mit zwei Drittel aller Stimmen klare Nummer 1 und verliert nur leicht (minus ein Mandat). Die Freiheitlichen sind die großen Gewinner und können auf sechs Sitze deutlich zulegen. Rot und Grün schmieren ab. 

Insgesamt 120.000 steirische Bauern, Grundeigentümer sowie Hof-Übergeber waren am Sonntag dazu aufgerufen, über ihre Standesvertretung abzustimmen. Was die Wahlbeteiligung anging, lag die Latte schon im Vorfeld niedrig – 2021, während der Corona-Zeit, hatten lediglich 30,26 Prozent der Wahlberechtigten ihr Kreuzerl gemacht. Diesmal waren es sogar noch weniger (30,23 Prozent).

Bleibt im Amt: LWK-Präsident Andreas Steinegger
Bleibt im Amt: LWK-Präsident Andreas Steinegger(Bild: Christian Jauschowetz)

Als großer Favorit war der schwarze Bauernbund ins Rennen gegangen, der vor fünf Jahren noch auf 70 Prozent und 29 (von insgesamt 39) Mandate gekommen war. Diesmal ging‘s leicht nach unten, mit 28 Mandaten (minus 1) und 67,27 Prozent sind die Schwarzen in der Kammer aber weiterhin tonangebend. Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger ist zufrieden: „Zwei Drittel der Stimmen sind ein klarer Auftrag an den Bauernbund für die Zukunft.“

(Bild: Krone KREATIV)

Blaue auf Platz zwei
2021 waren die blauen Bauern die großen Verlierer, die fast die Hälfte ihrer Stimmen eingebüßt und nur noch zwei Mandate ergattert hatten. Anders das Ergebnis diesen Sonntag: Platz zwei sichert sich die freiheitliche Bauernschaft mit Spitzenkandidat Albert Royer, die sechs Mandate erringen (plus vier, insgesamt 14,11 Prozent). Royer: „Wir haben ein gutes Ergebnis und alle Ziele erreicht!“

Platz drei holt der Unabhängige Bauernverband mit drei Mandaten und 9,52 Prozent, ein Minus von knapp zwei Prozentpunkten.

Unter 5 Prozent
Nicht berauschend ist auch das Abschneiden der roten und grünen Landwirte, die auf 4,41 bzw. 4,69 Prozent kommen. Beide Fraktionen verlieren damit. Die Grünen freuen sich dennoch über den Wiedereinzug in die Landwirtschafts-Vertretung.

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