Rekordverdächtig lange dauert die Grippewelle diesen Winter. Zehntausende Steirer sind krankgemeldet, aber Linderung ist langsam in Sicht.
„Die Grippe ist weiter eine gute Lieferantin für Spitalsaufenthalte“, bringt Eva Winter vom Gesundheitsamt Graz die Lage auf den Punkt. Und das schon seit auffällig langer Zeit. Während sich die Welle üblicherweise erst nach Weihnachten aufbaut, verfolgt uns die Influenza nun schon seit Herbst. „Das ist wirklich sehr ungewöhnlich“, sagt Winter.
Die Krankenstandszahlen der ÖGK zeigen zumindest ein Abflachen der Kurve: Von knapp 33.000 Meldungen in Kalenderwoche 2 ist der Wert zuletzt nur noch auf rund 35.000 gestiegen. Den Löwenanteil machen die grippalen Infekte mit knapp 10.000 aus, die echte Grippe ist langsam auf dem Rückzug. Zur selben Zeit im Vorjahr waren die Influenza-Krankenstände noch um fast 150 Fälle gestiegen, nun ist ein Minus von rund 250 zu verzeichnen.
Corona: „Früher hätten wir das als richtige Welle empfunden“
Das macht sich bereits in den Ordinationen der praktischen Ärzte bemerkbar, deren Sprecher ein etwas geringeres Patientenaufkommen als zur Höchstzeit rund um die Feiertage meldet. Im stationären Bereich ist das noch nicht der Fall: Ein spürbarer Rückgang bei Grippe- und auch Covid-Patienten sei noch nicht festzustellen, sagt Winter. Abwasseranalysen zeigten, „dass wir bei Corona derzeit etwas haben, das wir früher als richtige Welle empfunden hätten“. Durch die gute Immunität in der Bevölkerung hielten sich die Symptome aber oftmals in Grenzen.
„Vorsichtig optimistisch“ blickt Winter auf die nächsten Wochen. Das Ende des Dauerfrosts sollte zumindest indirekt eine positive Wirkung auf die Gesundheit entfalten: Die Aufenthaltszeit in Innenräumen und Öffis geht zurück, und es können wieder mehr Sonnenstunden getankt werden.
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