Fernpasspaket

„Die Außerferner und Gurgltaler zahlen den Preis“

Tirol
22.01.2026 17:00
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Der geplante Fernpassscheiteltunnel lässt im Tiroler Oberland die Wogen hochgehen. Das Resümee der Tunnelgegner ist bislang vernichtend. Viele Behauptungen der Landesregierung seien schlichtweg falsch, so deren Meinung.

Das Fernpasspaket, ein Dauerbrenner und Spaltpilz im Tiroler Oberland. Zur Erinnerung: Das Land Tirol muss den Lermooser Tunnel sanieren und will den Fernpassscheiteltunnel als Mautstraße errichten. Mit den Einnahmen sollen die Großprojekte finanziert werden, mit einem Kredit von rund einer halben Milliarde Euro wolle man dies vorfinanzieren. Kritische Bürger von Reutte bis Mieming schlossen sich zur Bürgerinitiative „Lebensraum Gurgltal-Außerfern-Mieminger Plateau“ zusammen und zogen kürzlich in Breitenwang Resümee.

Gesundheitsaspekt komme in Argumentation zu kurz
„In Wirklichkeit zahlen die Außerferner und Gurgltaler den Preis dafür“, eröffnete Ex-BM Hans Dreier, „sie müssen zunehmenden Verkehr ertragen, im eigenen Land Maut zahlen und mit dem Risiko leben, dass das 7,5-Tonnen-Limit fällt.“

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Die gesundheitlichen Folgen des Fernpasspakets kommen im öffentlichen Diskurs viel zu kurz. Es gibt zweifellos Langzeitfolgen.

Joachim Strauss

Allerdings käme ein weiteres Risiko dazu, das in den Diskussionen viel zu kurz käme: das Gesundheitliche. „Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Lärm krank machen kann und dass es einen Zusammenhang gibt mit Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko“, sagt Joachim Strauss, Arzt im Ruhestand. Er warnte vor allem vor den Langzeitfolgen von Feinstaub und Reifenabrieb. Das Land Tirol messe die Belastung mit Uraltmethoden und die Grenzwerte seien höher als jene der WHO und ab 2030 der EU.

Viele Fragen offen
Für die frühere Gemeinderätin Regina Karlen sind viele Fragen offen. Die Mauthöhe von 14 Euro sei nicht fix, die Regionalförderung für die Außerferner degradiere die Einwohner zu Bittstellern, weil diese einzeln beantragt werden muss, die Maut spalte die Region.

Walter Schimpfössl habe den Nachweis, dass seitens des Landes in puncto LKW-Kontrollen mit falschen Zahlen argumentiert werde. Mit dem zeitlichen Umfang werde getrickst. Falsch sei laut Dreier auch der Standort der Dosierampel in Reutte/Süd: „Wir verlangen eine KI-gesteuerte, dosierte, staufreie Fahrt vom Grenztunnel bis nach Nassereith und Tarrenz.“

Hubert Daum, Kronen Zeitung

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