Trotz hoher Inflation zeigt sich Martin Schaller, Chef der Raiffeisen Steiermark, zuversichtlich gestimmt für 2026. Die Nachfrage nach Firmen- und Privatkrediten ist zuletzt gestiegen. Das digitale Bankgeschäft wächst stark.
„Aktuell nimmt die Konjunkturlokomotive langsam wieder Fahrt auf“, sagt Martin Schaller, Generaldirektor der Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark zum Jahresauftakt. Die geopolitischen Spannungen wirken sich zwar auch hierzulande aus – Ukraine, Naher Osten, USA („man weiß nie, was dem Herrn jenseits des Teichs als Nächstes einfällt“) –, aber Schaller rechnet mit einer leichten Stabilisierung für heuer und sieht die Talsohle durchschritten. Die Inflation soll sich 2026 ja laut Wirtschaftsprognosen bei rund 2,5 Prozent einpendeln, der EZB-Leitzins wohl relativ stabil bleiben.
Im privaten Konsum hätte man sich 2025 mehr erwartet, doch die Österreicher würden nicht zuletzt wegen der hohen Inflation sparen. Die Raiffeisen Steiermark verzeichnet einen Anstieg des Kundenvermögens (Einlagen, Wertpapiere, Bausparen) von 29,5 auf 31 Milliarden Euro. „Die steirische Bevölkerung setzt großes Vertrauen in uns“, sagt Schaller.
Mehr Firmenkredite, mehr Wohnbaukredite
Außerdem wurden 3,2 Milliarden Euro an Krediten an Unternehmer und Privatkunden im vergangenen Jahr vergeben. Im Firmenbereich wurde vor allem in Infrastruktur, erneuerbare Energien, der Pharmaindustrie und den Wintertourismus investiert. Im privaten Bereich gibt es einen Aufwärtstrend bei der Wohnbaufinanzierung. So wurden letztes Jahr Wohnbaukredite in der Höhe von 641 Millionen Euro vergeben.
Energie- und Personalkosten problematisch
Die Energie- und Personalkosten seien natürlich für Industriebundesländer wie die Steiermark ein großes Problem. Das sehe man an den fast täglichen Hiobsbotschaften und Personalabbau. „Es braucht natürlich mehr Investitionen in der Industrie, Anreize müssen geschaffen werden, es braucht Deregulierung und Steuersenkungen, aber da erzähle ich nichts Neues“, so Schaller. Den Industriestrompreis und eine verlängerte Strompreiskompensation hält er für richtige Maßnahmen.
Kennzahlen der Raiffeisen Bankengruppe Steiermark
Digitales Bankgeschäft wächst
Aus dem digitalen Bankgeschäft berichtet man Positives: Bereits 99,6 Prozent werden bei der Raiffeisen digital beauftragt. Das bargeldlose Zahlen (egal ob mit Smart Watch, Handy etc.) ist um 9,6 Prozent stark gestiegen, auch beim Digitalen Banking verzeichnet man einen Anstieg. „Wir investieren laufend in unsere technische Infrastruktur“, erklärt Ariane Pfleger, Vorstandsdirektorin für IT, Zahlungsverkehr, Personal und Infrastruktur. Auch in andere Firmen investiert die Raiffeisen mittels Beteiligungen.Dafür sind über mehrere Jahre 100 Millionen Euro veranschlagt.
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